Die Transformation durch die Gemeinschaft in Dubai
Stella Wamaitha Njoroge, eine Kenianerin, kam im Februar 2020 im Alter von 23 Jahren nach Dubai. Sie hoffte auf eine schnelle Jobsuche, um ihr Leben in den VAE zu beginnen. Doch als die COVID-19-Pandemie zuschlug, zig ihre Pläne über den Haufen. Die Lockdowns führten zu finanziellen Engpässen und fehlender Arbeit, was ihren Umzug in die VAE stark belastete.
Herausforderungen und unvergessliche Hilfsbereitschaft
Njoroge erzählt: „Meine Ersparnisse waren schnell aufgebraucht, und irgendwann konnte ich die Miete nicht mehr bezahlen.“ In ihrer Verzweiflung wandte sie sich an ihren Vermieter. Anstatt sie aus der Wohnung zu weisen, bot er ihr an, kostenlos dort zu bleiben. „Das war eine Erfahrung, die mich völlig veränderte. Ich fühlte mich gesehen und unterstützt, trotz der Unsicherheit in einem fremden Land.“ Diese Geste der Freundlichkeit verlieh ihr Hoffnung und ein Gefühl der Zugehörigkeit in der neuen Umgebung.
Von diesem Moment an wurde Njoroge bewusst, dass die Hilfsbereitschaft in Dubai nicht nur auf Einzelne beschränkt ist. Sie betrachtet die Gastfreundschaft als das Herzstück der pulsierenden und vielfältigen Gemeinschaft dieser Stadt. „In Dubai halten Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen einander die Hände – bedingungslos“, sagt sie.
Eine vielfältige Gemeinschaft bilden
Durch ihre Arbeit als Beraterin für Unternehmensgründungen hat Njoroge die Möglichkeit, Menschen aus aller Welt zu treffen. „Ich suche aktiv nach neuen Bekanntschaften“, erklärt sie. Dies half ihr nicht nur, Freundschaften zu schließen, sondern auch ihre Perspektiven zu erweitern. „Jetzt habe ich Familie in verschiedenen Ländern, weil meine Freunde in Dubai mich überall herzlich empfangen.“ Diese internationalen Verbindungen zeigen, dass die Bindungen, die in Dubai entstehen, über nationale Grenzen hinausgehen und zu einem Gefühl von Heimat werden.
Die Vision erweitern
An ihrem letzten Geburtstag reiste Njoroge nach Ägypten, wo sie von einem Freund, den sie in Dubai kennengelernt hatte, herzlich empfangen wurde. Diese Erlebnisse verdeutlichen den Einfluss, den Dubai auf ihr Leben hatte. „Die Begegnungen mit verschiedenen Kulturen haben meine Sichtweise und meine Persönlichkeit geprägt.“ Für sie wird klar: „Die Menschen, mit denen wir uns umgeben, und die Räume, die wir betreten, können unseren Lebensweg grundlegend verändern.“
Ein Netzwerk für Frauen
Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen und der gesehenen Hilfsbereitschaft gründete Njoroge 2025 gemeinsam mit ihrer Freundin Joan Mwende das „She Means Business Network“. Dieses Netzwerk konzentriert sich darauf, afrikanischen Frauen den Zugang zu Chancen und Ressourcen zu ermöglichen. Mit über 100 registrierten Mitgliedern haben sie eine Plattform geschaffen, die Frauen in ihren beruflichen Bestrebungen unterstützt.
Sie sind überzeugt, dass Dubai als „Schmelztiegel der Kulturen“ eine einzigartige Atmosphäre bietet, in der Vielfalt nicht nur präsent ist, sondern aktiv erlebt und gelebt wird. Njoroge erkennt, dass die Entscheidung, das Heimatland zu verlassen, verstärktes Engagement und offene Herzen schafft, um dauerhafte Verbindungen aufzubauen.
Njoroge ermutigt alle, die in die VAE ziehen, mit einer offenen Einstellung zu kommen, um den Reichtum an Erfahrungen zu entdecken, den die multikulturelle Gemeinschaft zu bieten hat. „Was Dubai besonders macht, ist nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Offenheit seiner Menschen“, sagt sie.
