Yuvinalis Japhet hat in Dubai ein erfolgreiches Unternehmen im Bereich Tourismus gegründet, und seine Reise ist inspirierend. Mit einem Telefon in der Hand bestätigt er am frühen Morgen eine Buchung für eine Wüstensafari. Über ihm hängen gerahmte Fotos seiner Fahrzeugflotte, die aus einem Toyota Land Cruiser Prado, einem Land Cruiser LC300, einem Hyundai Tucson und einem 37-Sitzer-Bus besteht, den er im letzten Jahr gekauft hat.
Der Anfang eines Traums
Die Geschichte von Japhet beginnt im Winter 2016, als er mit einer Gruppe von kenianischen, ugandischen und tansanischen Mitreisenden in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) kam. Ankunft am Flughafen folgte direkt die Fahrt in ein Arbeitslager in Sonapur, einem Ort etwa 15 Kilometer östlich von Dubai. Er und 31 andere Männer wurden von Transguard, einem Unternehmen, das Arbeitskräfte für Hotels und Verpflegungsunternehmen bereitstellt, eingestellt.
Die Unterkunft war spartanisch – vier Männer in einem Raum auf Etagenbetten, weit entfernt von ihren Heimatländern. Japhet arbeitete zunächst als Küchenhilfskraft, bevor er sechs Monate als Außenkellner im fünfsterne Hotel Atlantis tätig war. Obwohl sein Gehalt bei etwa 28.000 Shilling monatlich lag, konnte er aufgrund von kostenfreier Verpflegung und Unterkunft einiges sparen.
Von der Abhängigkeit zur Unabhängigkeit
Im November 2017 begann Japhet mit Fahrstunden und erlangte im folgenden Mai seinen Führerschein. 2019 war er dann als Taxifahrer tätig, jedoch unter Bedingungen, die ihm keine echte finanzielle Sicherheit boten. Die Bezahlung basierte komplett auf Provisionen – ein Anreiz, der ihn mit psychischem Druck konfrontierte. Fines für kleine Verstöße wie das Nichttragen des Sicherheitsgurts drückten seine Einnahmen erheblich.
Trotz der Herausforderungen sammelte er wertvolle Erfahrungen über die VAE und entwickelte ein starkes Netzwerk, was ihn schließlich zur Gründung seines eigenen Unternehmens inspirierte. Während er überwiegend Landsleute transportierte, kam die Idee für sein eigenes Reiseunternehmen auf. Zugleich wurde ihm klar, dass er mehr Kontrolle über seine Arbeitsbedingungen haben wollte.
Der Weg zur Gründung eines Unternehmens
Die Gründung seines Unternehmens, Al Badoor Project Management Services, war nicht einfach. Er sorgte dafür, dass er seinen Namen rein hatte, nachdem ihm die alte Taxi-Firma den Satz „abgelehnt“ gegeben hatte. Schließlich registrierte er im Mai 2022 die Yuvinalis Tourism LLC und führte seine Mission fort, unvergessliche Erfahrungen in den VAE anzubieten. Der Beginn war kostspielig, und seine Investitionen in die Lizenzierung und Büroeinrichtung summierten sich auf mehr als 2,2 Millionen Shilling.
Eine stetige Expansion seiner Fahrzeugflotte und das Angebot zu verschiedenen Touren – wie Wüstensafaris, Stadtführungen und Dhow-Kreuzfahrten – machten ihn zu einem gefragten Anbieter. Heute kommen 70 Prozent seiner Kunden aus Kenia, wobei er erfolgreich auf Mundpropaganda setzt, anstatt auf Werbung.
Japhet hebt hervor, dass Geduld und weise Entscheidungen entscheidend sind, um seine Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten, auch wenn der Weg oft von Herausforderungen geprägt war. Sein Rat an angehende Unternehmer ist einfach: “Kenne deinen Markt, halte genügend Ersparnisse bereit und betrachte Fehler als Lektionen.”
Japhet plant, seine Geschäfte weiter auszubauen, unter anderem mit einer Filiale in Mombasa und einer Expansion nach Katar. Seine Geschichte ist ein Beweis für Entschlossenheit und den unbändigen Willen, trotz aller Widrigkeiten zu triumphieren.
