Biometrische Reiseinfrastruktur expansioniert von London nach Dubai

0
5
Biometrische Reiseinfrastruktur expansioniert von London nach Dubai

Die Nutzung biometrischer Technologien im Luftverkehr nimmt weltweit zu, da Regierungen und Flughäfen daran arbeiten, eine automatisierte und kontaktlose Infrastruktur zu schaffen. Diese Entwicklungen sind besonders relevant, da der Luftverkehr aufgrund steigender Passagierzahlen immer weiter zunimmt. Auf der dreitägigen Passenger Terminal Expo (PTE) wurde intensiv über die Integration biometrischer Korridore und digitaler Identitätssysteme diskutiert, die darauf abzielen, die Abläufe am Flughafen zu vereinfachen.

Erweiterung der Nutzung von E-Gates im Vereinigten Königreich

Das Vereinigte Königreich plant die Erweiterung des Zugangs zu biometrischen E-Gates für Kinder. Eltern, die mit Kindern verreisen, können nun einen stressfreieren Ablauf an den Grenzen erwarten. Kinder im Alter von acht und neun Jahren, die über 120 cm groß sind und in Begleitung eines Erwachsenen reisen, können künftig die E-Gates nutzen. Diese Maßnahme wird pünktlich zu den Sommerferien umgesetzt, um den Familien eine schnellere Abwicklung zu ermöglichen.

Die britische Regierung verfolgt damit das Ziel, den Grenzprozess für eine größere Zahl von Reisenden zu automatisieren. Dies könnte laut Mike Tapp, dem britischen Minister für Migration und Staatsbürgerschaft, den Familien helfen, während der Urlaubszeit wertvolle Zeit zu sparen. Ab dem 8. Juli werden über 290 E-Gates im ganzen Land für diese neuen Regelungen bereitstehen, mit der Erwartung, dass etwa 1,5 Millionen Kinder davon profitieren werden.

Taipei Songshan: Einführung von One ID biometrischen Systemen

Der Taipei Songshan Flughafen hat nun biometrische Systeme unter dem Programm One ID im internationalen Flugverkehr eingeführt. Die Implementierung umfasst 18 Selbst-Check-in-Kioske, die als Teil eines automatisierten Prozesses zur Identitätsverifikation fungieren. Während Reisende weiterhin durch übliche Kontrollelemente gehen müssen, wird erwartet, dass die neue Technologie die Wartezeiten erheblich verkürzt.

Das One ID-System, das in Zusammenarbeit mit SITA entwickelt wurde, könnte als Vorbild für andere Flughäfen dienen, die ähnliche Lösungen anstreben. Die Vielfältigkeit der Anwendungen, die eine einmalige Registrierung und die kurzfristige Löschung der persönlichen Daten nach dem Flug ermöglichen, stellt sicher, dass die Passagiere weniger Zeit mit Papierkram verbringen müssen.

Japan revolutioniert das Reisen mit JESTA

Japan hat aufregende Pläne zur digitalen Transformation seines Einwanderungssystems. Das Japan Electronic System for Travel Authorization (JESTA) wird Reisenden helfen, den Prozess der Einreise zu beschleunigen, indem sie ihre Informationen vor Ankunft angeben. Dieses System wird voraussichtlich bis 2028 verfügbar sein und könnte dazu beitragen, die Zahl der jährlichen Besucher von 42,7 Millionen auf 60 Millionen bis 2030 zu steigern.

Reisende können ihre Daten über QR-Codes oder digitale Bestätigungen eingeben, was die manuellen Kontrollen bei der Ankunft reduzieren wird. Dies spiegelt den Trend wider, dass immer mehr Länder digitale Identitätssysteme einführen, um die Reiseprozesse effektiver zu gestalten.

Dubai und seine Innovation im biometric corridor

Dubai hat mit seinem “Red Carpet” Smart Corridor ein innovatives Programm zur biometrischen Passagierverarbeitung etabliert. Anlässlich des einjährigen Bestehens wurde das Projekt mit dem Distinguished Innovation by Public Sector Award ausgezeichnet. Die Implementierung ermöglicht eine blitzschnelle Abfertigung von Reisenden und kann bis zu 10 Passagiere gleichzeitig verarbeiten.

Dieses System erfordert nur eine einmalige Registrierung und macht jede spätere Abfertigung automatisiert. Die bestehenden Maßnahmen zeigen, dass die Branche zunehmend auf digitale Identitäten setzt, um die Effizienz in der Luftfahrt zu steigern, während die Passagierzahlen global weiterhin steigen. Die Notwendigkeit, den Grenzkontrollprozess zu erleichtern, wird immer deutlicher, um dem wachsenden internationalen Verkehr gerecht zu werden.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here