Bahrain gewährt eine Übergangsfrist für Reisegebühren.

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Bahrain gewährt eine Übergangsfrist für Reisegebühren.

Bahrain hat als Reaktion auf den drastischen Rückgang des Tourismus seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs eine optionale Stundung der Gebühren für das erste Quartal für Tourismusunternehmen angekündigt. Dies betrifft Hotels, Serviced Apartments und Restaurants, die bis zum 31. Juli dieses Jahres keine Gebühren zahlen müssen.

Unterstützung für die Tourismusbranche

Die Entscheidung zielt darauf ab, die Geschäftskontinuität zu unterstützen und die Flexibilität des Tourismussektors in Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor zu stärken. Laut einer Erklärung der Pressestelle des Landes wird die Bahrain Tourism and Exhibitions Authority auch in Zukunft die Bedürfnisse der Branche beobachten, um das Wachstum zu fördern und die touristischen Aktivitäten aufrechtzuerhalten. Bahrain erhebt eine 5%ige Tourismusabgabe auf Hotels und Restaurants, zudem gibt es eine Übernachtungsgebühr von 3 BHD (etwa 8 USD) pro Nacht.

Die Tourismusstrategie Bahrains für 2022-2026 sieht vor, in diesem Jahr 14,1 Millionen Besucher zu empfangen und den Beitrag des Tourismussektors zum Bruttoinlandsprodukt auf 11,4% zu steigern. Vor dem Iran-Krieg war die Strategie auf einem guten Weg, jedoch gibt es derzeit keine Zahlen zu den Ankünften nach dem Konflikt.

Auswirkungen des Krieges auf die Hotellerie

Die Hotelkapazität Bahrains umfasst derzeit 20.000 Zimmer, während weitere 22.000 im Bau sind. Im Vergleich zu den Zielen des Landes bleibt dies im Verhältnis zur Bevölkerung bescheiden, mit einem Zimmer pro 80 Bewohner, während es in den Vereinten Arabischen Emiraten ein Zimmer pro 52 Einwohner gibt. Der Iran-Krieg hat die Branche besonders hart getroffen, da am 6. März iranische Raketen ein Hotel und zwei zivile Gebäude in der Hauptstadt Manama beschädigt haben. Zudem wurde der Luftraum von Bahrain vom 28. Februar bis zum 8. April geschlossen.

Die Stundung der Gebühren könnte einer angeschlagenen Tourismusbranche dringend benötigte Erleichterung bringen. Shaji Abu Salih, Vizepräsident für Geschäftsentwicklung bei Shaza Hotels, erklärte, dass die staatlichen Abgaben und Übernachtungsgebühren erhebliche Betriebskosten für Hotelbetreiber darstellen. Die Fristverlängerung bis zum 31. Juli biete kurzfristige Liquiditätsunterstützung und helfe den Gastgewerbebetrieben, ihre Liquidität in einer Zeit mit geringerer Nachfrage besser zu steuern.

Maßnahmen in der Region

Andere Regionen, wie die Vereinigten Arabischen Emirate, reagieren ebenfalls schnell, um den Auswirkungen des Rückgangs im Tourismussektor entgegenzuwirken. Das Tourismus-, Kultur- und Mediendepartement von Ajman hat eine sechsmonatige Stundung der Tourismusgebühren für alle Betriebe im Emirat eingeführt. Diese Maßnahme ist ab dem 1. März wirksam. Darüber hinaus sind Betriebe während der Lizenzverlängerung von Verspätungsgebühren befreit.

Zusätzlich können Unternehmen ausstehende Gebühren in zinsfreien Raten begleichen, und Besucher erhalten bis zum Jahresende freien Eintritt zu allen Museen in Ajman. Eine ähnliche Unterstützungsmaßnahme wurde auch in Dubai angekündigt, wo ein Fonds von 1 Milliarde AED (272 Millionen USD) für Hotels und Tourismusbetreiber bereitgestellt wurde, um Gebühren für mehrere Regierungsabgaben für drei Monate zu stunden.

Bahrains Entscheidung zur Stundung der Tourismusgebühren ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Krise im Tourismussektor zu bewältigen. Die Anpassungen in der Region zeigen, dass das Bewusstsein für die Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist, wächst und bereits Maßnahmen ergriffen werden, um den bestehenden Druck zu mildern.

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