Ronnie O’Sullivan hat deutlich gemacht, dass sein Umzug nach Dubai nicht von steuerlichen Überlegungen beeinflusst wurde. Der siebenmalige Weltmeister, der momentan den 12. Platz in der Weltrangliste einnimmt, betont, dass sein Entschluss ausschließlich auf persönlichem Glück beruht.
Persönliches Glück über Steuerersparnisse
O’Sullivan erklärte: „Ich bin nicht aus einem anderen Grund umgezogen, als dass ich glücklich bin, wo ich lebe.“ Er hebt hervor, dass er sowohl Dubai als auch Irland liebt und dass sein Umzug nicht mit finanziellen Motiven verbunden sei. „Ich komme einfach, wann ich möchte“, fügte er hinzu und verdeutlicht damit seine Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
Teilen der Zeit zwischen Dubai und Dublin
Der 50-jährige Snookerspieler verbringt nun Zeit zwischen zwei Wohnorten im Nahen Osten und in Dublin, die er beide als seine Zuhause betrachtet. Zudem ist er häufig in China und Hongkong. O’Sullivan und seine Frau Laila Rouass, die sie im Juni geheiratet haben, haben im vergangenen Sommer das Vereinigte Königreich verlassen, was dazu führte, dass seine Auftritte in Großbritannien seither spärlich geworden sind.
Vor der aktuellen Weltmeisterschaft im Crucible hatte O’Sullivan nur an einem einzigen Turnier im Vereinigten Königreich teilgenommen. Dies zeigt, wie stark sich sein Lebensmittelpunkt in den letzten Jahren verschoben hat. Sein Alltag ist geprägt von einer drastischen Reduzierung seiner Präsenz auf britischem Boden.
Zurück im Snooker-Zirkus
Dennoch ließ der Snooker-Star bei seiner Rückkehr nach Sheffield zur Weltmeisterschaft nicht spüren, dass ihm die Praxis fehlt. Er eröffnete sein Turnier mit einer beeindruckenden 10-2-Niederlage von He Guoqiang und sicherte sich damit eine starke Ausgangsposition auf dem Weg zu seinem unvergleichlichen achten Weltmeistertitel. Zudem entschied sich O’Sullivan, während des gesamten Wettbewerbs in Sheffield zu bleiben anstatt international zu reisen.
O’Sullivan bemerkte, dass der Druck des Sports teilweise belastend ist, insbesondere da er oft die alleinige Verantwortung trägt. Er äußerte den Wunsch, wie Sportler in Teamsportarten die Möglichkeit zu haben, Druck und Erwartungen mit anderen zu teilen. „Snooker muss man alleine machen“, so seine Überzeugung.
Die Herausforderungen eines Individualsports
O’Sullivan zieht Parallelen zwischen seiner Snooker-Karriere und dem Boxen und merkt an, dass nicht jeder Kämpfer die gleichen Herausforderungen hat. Während einige Kämpfer sorgsam ausgewählte Gegner haben, musste er sich im Laufe seiner Karriere stets den besten Spielern verschiedener Generationen stellen. „Ich respektiere Boxer, die den harten Weg gehen, weil sie gegen die Besten antreten“, sagt er.
Er gestand ein, dass diese hohen Erwartungen und der Druck ihn manchmal an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Im kommenden Match wird er auf seinen langjährigen Rivalen John Higgins treffen, was die Geschichte ihrer Rivalität verdeutlicht, die über drei Jahrzehnte zurückreicht.
Zusammenfassend zeigt O’Sullivans Leben und Karriere die Spannungen zwischen persönlichem Glück, beruflichem Druck und dem Streben nach Exzellenz im Leistungssport.
