Tamara Ainsworth, 29 Jahre alt, hat nach dem Verlust ihres Jobs in diesem Jahr Kraft aus der Gemeinschaft geschöpft, die sie in Dubai aufgebaut hat. Zudem hat sie eine neue Gemeinschaft ins Leben gerufen, um anderen Frauen in der Stadt die Vernetzung zu erleichtern.
Eine neue Lebensweise in Dubai
Als Tamara Ainsworth vor zwei Jahren nach Dubai zog, kannte sie die Stadt bereits gut. Sie hatte sie oft besucht und viele Freunde und Familie dort. Doch die Entwicklung, die sie in diesen zwei Jahren durchmachte, war für sie überraschend. Sie erlebte berufliche Höhen, die sie sich nie erträumt hätte, und entwickelte sich sowohl persönlich als auch professionell weiter.
„Ich habe unglaubliche Herausforderungen angenommen und bin beruflich gewachsen, mehr als ich je für möglich gehalten hätte“, erzählt die Marketing-Managerin aus Brighton. Ihre wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit? „Bleib dran, auch wenn es nicht nach Plan läuft.“ Dies wurde besonders deutlich, als sie in diesem Jahr ihre Anstellung verlor. Dank ihres aufgebauten Netzwerks konnte sie jedoch schnell eine neue Stelle finden.
Mut zum Wechsel
Der Schritt nach Dubai hatte für Ainsworth schon lange vor ihrem Umzug eine große Bedeutung. Die einzige Möglichkeit für sie, ihre Entscheidung zu festigen, war der Kontakt zu Menschen aus dem Mittleren Osten während ihrer Zeit bei Harrods in London. „Dubai bietet unbegrenzte Möglichkeiten. Hier sind die Menschen zielstrebig und bereit zu arbeiten. Das gefällt mir“, erklärt sie. Obwohl sie in der Fragrance- und Beauty-Branche gearbeitet hatte, wagte sie den Wechsel in die Gastronomie. Dieser Prozess war herausfordernd, bot ihr jedoch die Möglichkeit, enorm zu lernen.
Die Dynamik von Dubai und die Philosophie des ‚Dubai-it‘—schnell und präzise an großen Ideen zu arbeiten—begeisterten sie sofort. Trotz der Schwierigkeiten, die der Jobverlust mit sich brachte, eignete sich das gestärkte Gemeinschaftsgefühl schnell an, wovon sie in der neuen Stadt profitierten konnte.
Die Gründung des Girl Dinner Club
Zusammen mit ihrer Freundin Millie Foreman entschloss sich Ainsworth, die verschiedenen Communitys in Dubai zu nutzen, um Frauen zu vernetzen. Der Girl Dinner Club, den sie gründeten, bietet eine Plattform für Frauen, um die lebendige Gastronomieszene von Dubai zu erkunden und neue Freundschaften zu schließen.
„Wir organisieren die Abende in unterschiedlichen Restaurants, was es den Teilnehmern ermöglicht, neue Plätze kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Es ist besonders für Frauen, die neu in der Stadt sind—viele von ihnen sind frisch verheiratet oder arbeiten—eine tolle Möglichkeit, um neue Bekanntschaften zu schließen“, sagt Ainsworth.
Kleine Taten, große Wirkung
Aber das Gefühl der Gemeinschaft beschränkt sich nicht nur auf Clubs. Ainsworth erlebte, wie Nachbarn altruistische Gesten zeigen können. So stellte sie mit ihrer Schwester eine Tafel vor ihrer Wohnung auf und bot Snacks und Wasser für Lieferdienste an. Bald begannen auch die Nachbarn, ihren Teil zum Angebot beizutragen. Ein Nachbar fragte sie: „Sind Sie die, die diese schöne Initiative für die Fahrer gestartet haben?“
„Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen“, resümiert sie. Obwohl es erst zwei Jahre her ist, dass sie nach Dubai gezogen ist, erkennt Ainsworth, dass ihre Zukunft in der Stadt liegt, und plant, ihre vielfältigen Erfahrungen in Marketing, Gastronomie und Hospitality zu kombinieren, um etwas Eigenes aufzubauen. „Ich sehe meine Zukunft in Dubai“, sagt sie bestimmt. „Einen großen Vision zu haben, ist entscheidend.“
