VAE-Wirtschaft auf dem Weg der Erholung, da der US-Iran-Deal die Spannungen im Golf verringert und Banken, Hotels, Fluggesellschaften sowie Handelswege ankurbelt.

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VAE-Wirtschaft auf dem Weg der Erholung, da der US-Iran-Deal die Spannungen im Golf verringert und Banken, Hotels, Fluggesellschaften sowie Handelswege ankurbelt.

Die Anzeichen für eine positive Entwicklung am Markt werden bereits in verschiedenen Bereichen sichtbar. ADNOC Logistics & Services hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben, was auf eine stärkere Leistung im Frachtbereich und ein verbessertes Materialhandling im Offshore-Vertragswesen hinweist.

Handelsrouten sind entscheidend

Laut Branchenexperten werden die offensichtlichsten Gewinne aus Sektoren erwartet, die direkt mit dem Transport verbunden sind. Bereiche wie Schifffahrt, Häfen, Logistik und Luftfahrt stehen ganz oben auf der Liste, da sie von stabilen Routen, vorhersehbaren Versicherungskosten und offenem Luftraum abhängen. Madhur Kakkar, Gründer und CEO von Elevate Financial Services, erläutert, dass die am stärksten betroffenen Sektoren der VAE vor allem Handelsfluss-Industrien sind, gefolgt von Banken, Versicherungen, Immobilien und Tourismus.

Das Wachstum der VAE basiert auf der Konnektivität. Jebel Ali, Fujairah, der internationale Flughafen Dubai, der internationale Flughafen Al Maktoum, Etihad’s Hub in Abu Dhabi sowie die Logistikzonen des Landes profitieren, wenn regionale Risiken sinken und der Handel weniger unterbrochen wird. Vor allem die Wiedereröffnung und Sicherheit der Straße von Hormuz werden als besonders wichtig erachtet. Selbst wenn sich der Warenverkehr schnell erholt, könnte es länger dauern, die Schifffahrtskosten zu normalisieren, da die Prämien für Kriegsrisiko-Versicherungen während des Konflikts stark angestiegen sind.

Reisen und Ausgaben könnten sich erholen

Die Bereiche Gastgewerbe, Luftfahrt und Einzelhandel könnten die nächsten großen Nutznießer sein, da sie eng mit dem Vertrauen der Verbraucher verbunden sind. Touristen verschieben ihre Reisen, wenn regionale Spannungen zunehmen, und Airline-Betriebe sehen sich mit höheren operationellen Risiken konfrontiert. Ein stabileres regionales Umfeld könnte einige dieser Verhaltensweisen umkehren. Höhere Passagierzahlen würden die Airlines unterstützen, eine bessere Auslastung der Hotels würde den Gastgewerbebetrieb ankurbeln, und mehr Besucher würden in Einkaufszentren, Restaurants und Freizeitangebote fließen.

George Pavel, Geschäftsführer von Naga.com Middle East, bemerkte, dass Gastgewerbe, Luftfahrt und Einzelhandel schnell auf eine verbesserte Wahrnehmung der Stabilität reagieren könnten, was tourismusbezogene Ströme und das Vertrauen der Verbraucher begünstigen würde. Der Rückgang der Nachfrage während des Konflikts hatte bereits zu einem drastischen Rückgang der Hotelbelegungen in Dubai geführt, von 86 % auf rund 33 %.

Banken und Immobilien reagieren auf Stimmung

Finanzmärkte neigen dazu, sich schneller zu erholen als physische Aktivitäten, da Kapital schneller bewegt werden kann als Fracht, Hotelbuchungen oder Immobiliengeschäfte. Deshalb könnten Banken, börsennotierte Entwickler und lokale Aktien zu den Ersten gehören, die ein niedrigeres Risiko in ihre Preismodelle einbeziehen. Die Rückkehr ausländischer Investitionen würde Banken durch eine stärkere Kreditnachfrage und Handelsfinanzierungen unterstützen.

Kakkar stellte fest, dass Banken und Immobilien bereits einen Stimmungswandel erleben. Insbesondere Emirates NBD und Emaar zeigten während der Entlastungsrallye eine positive Entwicklung, was darauf hindeutet, dass Investoren die Deeskalation als aussichtsreich für VAE-Vermögenswerte ansehen. Geringere geopolitische Unsicherheiten könnten das Interesse an lokalen Anlagen weiter fördern und die Kreditvergabe sowie Unternehmenswachstumspläne unterstützen.

Die nicht-ölexportierende Wirtschaft im Fokus

Der umfassendere wirtschaftliche Einfluss wird durch die nicht-ölwirtschaftlichen Sektoren der VAE sichtbar, die nun den Hauptbeitrag zum Wachstum leisten. Niedrigere regionale Risiken stützen den Handel, Tourismus, Luftfahrt, Bauwesen, Finanzen, professionelle Dienstleistungen und den Konsum, auch wenn weichere Ölpreise einen Teil der Einnahmen aus Kohlenwasserstoffen schmälern.

Kakkar betont, dass dies ein Grund ist, warum die VAE in dieser Phase besser platziert sind als in früheren Zyklen. “Ermutigend für die VAE ist, dass ihre Wirtschaft inzwischen nicht mehr ausschließlich vom Öl abhängig ist. Der nicht-ölwirtschaftliche Sektor hat sich zum Rückgrat des Wachstums entwickelt”, fügte er hinzu. Wenn das Abkommen hält, könnte die UAE von einem stärkeren Vertrauen der Investoren, besserer Handelsübersicht sowie einer schnelleren Rückkehr zu Expansionsplänen profitieren.

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