India möchte mehr ausländische Inder in seine wirtschaftliche Entwicklung einbeziehen. Die Einlagen von Nicht-Residenten Indern (NRI) belaufen sich mittlerweile auf etwa 166 Milliarden US-Dollar, darunter 33,7 Milliarden US-Dollar in Fremdwährungs-Nicht-Residenteneinlagen (FCNR). Führende Branchenvertreter, Politiker, Banker und Investoren haben sich beim India Wealth Window 2026 in Dubai versammelt, um Investitionsmöglichkeiten in Bereichen wie FCNR-gebundene Vermögensbildung, Startups und private Märkte zu erörtern.
Indien strebt nach ausländischen Investitionen
Dr. Nilay Ranjan Singh, CEO der State Bank of India (DIFC), betonte auf der Veranstaltung, dass Indien trotz seiner Devisenreserven von über 680 Milliarden US-Dollar weiterhin erhebliche ausländische Kapitalzuflüsse benötigt. Besonders Inder im Ausland, insbesondere aus dem Golfraum, spielen eine wesentliche Rolle bei der Verwirklichung von Indiens Viksit Bharat-Ziel, das darauf abzielt, eine entwickelte Volkswirtschaft zu werden. Der Vereinigte Arabische Emirate (VAE) stellt eine der größten Quellen für Überweisungen nach Indien dar, was die strategische Bedeutung des indisch-vaeischen Wirtschaftsraums unterstreicht.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war das FCNR-basierte Vermögensbildungssystem der State Bank of India, das ausländische Einlagen mit Hebelfinanzierungen kombiniert. Dr. Singh wies darauf hin, dass diese Gelegenheit bis September 2026 verfügbar sein soll, was ein begrenztes Investitionsfenster für berechtigte Anleger schafft.
Indien als zukunftsträchtige Volkswirtschaft
Piyush Jhunjhunwala, Gründer von Stockify Fintech, bezeichnete Indien als eines der weltweit attraktivsten langfristigen Investitionsziele. Indien habe bereits den Status einer 4,5 Billionen US-Dollar starken Volkswirtschaft erreicht, die jährlich um etwa 7 Prozent wachse. Prognosen zufolge könnte Indien bis 2030 eine Volkswirtschaft mit einem Volumen von 10 Billionen US-Dollar erreichen und bis 2045 auf 40 Billionen US-Dollar anwachsen.
„Die ganze Welt investiert in Indien, weil Indien sich weiterhin im Wachstumsstadium befindet“, erklärte Jhunjhunwala. Er hob zudem den demografischen Vorteil Indiens hervor, wobei das durchschnittliche Alter der Bevölkerung bei ca. 28 Jahren liegt, was eine solide Grundlage für langfristiges wirtschaftliches und konsumbasiertes Wachstum bietet.
Chancen im privaten Sektor
In seinen Eröffnungsbemerkungen sagte Dr. Sahitya Chaturvedi, Generalsekretär der IBPC Dubai, dass Indien nach wie vor erhebliche ungenutzte Investitionsmöglichkeiten im Unternehmenssektor biete. Mit über 2,11 Millionen aktiven Unternehmen und rund 7.500 börsennotierten Firmen veranschaulicht dies das Potenzial in den Bereichen private Märkte, Startups und aufstrebende Unternehmen.
Dr. Chaturvedi beschrieb die Veranstaltung als einen entscheidenden Moment für die Beziehungen zwischen Indien und den VAE, da die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Technologie und Finanzdienstleistungen weiter zunimmt. Es ist eine Goldeinladung für Investoren, sich an der dynamischen und wachsenden Wirtschaft Indiens zu beteiligen.
