Handelsstopp der VAE gefährdet eine der letzten wirtschaftlichen Lebensadern Irans.

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Handelsstopp der VAE gefährdet eine der letzten wirtschaftlichen Lebensadern Irans.

Finanzielle Turbulenzen der National Iranian Oil Company

Am 5. August hat eine staatliche Bank die Konten der National Iranian Oil Company (NIOC) wegen einer ausstehenden Zahlung von rund 1 Milliarde Dollar an den Staatsfonds eingefroren, die bereits seit zwei Jahren fällig ist. Ein separater Fall betrifft eine Steuerschätzung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar, die das Unternehmen als unzahlbar kennzeichnet. Die Durchsetzung dieser Steuer wurde nur nach Eingreifen des Präsidenten gestoppt.

Die Konsequenzen der finanziellen Probleme

Diese Probleme sind signifikant, da die Gesetze, die das Unternehmen schützen, auch dessen finanzielle Verhältnisse dokumentieren. NIOC veröffentlicht keine geprüften Finanzberichte, und Irans Staatshaushalt zeigt staatliche Unternehmen nur in aggregierter Form, was bedeutet, dass die Schulden des Unternehmens aus den Haushaltsbestimmungen und Angaben anderer staatlicher Institutionen rekonstruiert werden müssen. Der aktuelle Haushalt legt die Schulden von NIOC bei der Zentralbank und Geschäftsbanken auf 55 Milliarden Euro fest, was etwa 63,5 Milliarden Dollar entspricht. Diese Schulden umfassen sowohl den Hauptbetrag als auch die Zinsen für die Finanzierung von Öl- und Gasprojekten.

Der Staatsfonds als größter Gläubiger

Der Staatsfonds Irans, der National Development Fund, hat erklärt, dass NIOC sein größter Schuldner ist, mit 17 Milliarden Dollar an unbezahlten Krediten. Diese beiden Kategorien allein summieren sich auf über 80 Milliarden Dollar. Ein offizielles Dokument, das diese Schulden als eine konsolidierte NIOC-Verschuldung darstellt, existiert nicht. Der gesamte Haushalt des Landes für dieses Jahr beträgt rund 37 Milliarden Dollar zum Kurs des offenen Marktes, wobei die aufgeschobenen Bankschulden allein mehr als das 1,7-fache der jährlichen Staatsausgaben ausmachen.

Wachsende Belastungen für NIOC

Die Schuldenlast wächst, ohne dass weitere Kredite aufgenommen werden. Die Schulden sind in fremder Währung denominiert, und der iranische Rial hat sich von etwa 900.000 zu einem Dollar im frühen Jahr 2025 auf fast 2 Millionen heute verringert. Jeder Abstieg im Wechselkurs macht die Schulden für NIOC schwerer in Rial und verhältnismäßig teurer im Vergleich zu den staatlichen Einnahmen. Diese Eskalation ist das Ergebnis eines kontinuierlichen wirtschaftlichen Drucks, der durch internationale Sanktionen verstärkt wird.

Verborgene Verkaufsstrategien und Zahlungsmethoden

Der Verkauf von NIOC-Öl stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Offizielle Verkäufe werden häufig im Schattenmarkt abgewickelt, wo iranisches Öl zu stark reduzierten Preisen verkauft wird, um den Sanktionen zu entkommen. Das Unternehmen hat auch auf unkonventionelle Verkaufsstrategien zurückgegriffen, um seine Exporte auf dem internationalen Markt aufrechtzuerhalten, was jedoch die Einnahmen weiter unter Druck setzt. Die erzielten Preise sind oft deutlich niedriger als marktübliche Preise, was zusätzlich den finanziellen Druck auf NIOC erhöht.

Die Kreditverträge zwischen NIOC und den staatlichen Banken bleiben unverändert, und diese Banken klassifizieren die Schulden weiterhin als gesunde Vermögenswerte. Da die Schulden jedoch nicht beglichen werden, kann die NIOC Finanzierungsengpässe nicht vermeiden, was in der Inflation der iranischen Wirtschaft resultiert. Die Relevanz der Entwicklungen um NIOC geht über die Unternehmensfinanzen hinaus und beeinflusst die gesamte wirtschaftliche Stabilität des Landes.

Insgesamt steht NIOC vor einer umfassenden finanziellen und betrieblichen Krise, die durch nationale und internationale Entwicklungen zusätzlich verschärft wird. Die Lösungen müssen langfristig gedacht werden, insbesondere im Hinblick auf die infrastrukturellen und operationellen Herausforderungen, die durch die Sanktionen und die interne Wirtschaftspolitik hervorgerufen werden.

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