Globalinvestoren zeigen sich optimistisch über die wirtschaftlichen Perspektiven des Golfs, trotz regionaler Spannungen. Über 71 Prozent der Befragten glauben, dass einvernehmliche Lösungen zur Beendigung des US-Iran-Konflikts erreichbar sind.
Optimismus in der Golfregion
Aktive Investoren aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und China haben festgestellt, dass 82 Prozent von ihnen zuversichtlich in Bezug auf die wirtschaftliche Zukunft des Golfs sind. Zudem sehen 69 Prozent die Region als einen hervorragenden Ort für Investitionen und Geschäftstätigkeiten. Eine aktuelle Umfrage von Consulum und HarrisX zeigt, dass 70 Prozent der Befragten glauben, dass die Bedeutung des GCC (Golf-Kooperationsrat) in der globalen Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren steigen wird.
Hohe Zuversicht unter Investoren
Besonders ausgeprägt ist das Vertrauen in die wirtschaftlichen Aussichten des Golfs unter den Investoren in China: Hier gaben 91 Prozent an, optimistisch zu sein. In den USA und Großbritannien liegen die Zustimmungsraten bei 84 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 80 Prozent und Frankreich mit 71 Prozent. James Davies, CEO von Consulum, betont: „Die internationale Investmentgemeinschaft betrachtet die wirtschaftliche Entwicklung des Golfs als von anhaltendem Schwung geprägt. Investoren reagieren nicht kurzfristig auf geopolitische Spannungen, sondern fällen ein langfristiges Urteil über die Stärke und Resilienz des GCC.“
Zusätzlich berichteten 78 Prozent der britischen Investoren von einer steigenden globalen Bedeutung des GCC in den nächsten fünf Jahren, während 74 Prozent aus den USA, 70 Prozent aus China, 65 Prozent aus Deutschland und 61 Prozent aus Frankreich ebenfalls optimistisch gestimmt sind.
Erwartungen an eine US-Iran-Vereinbarung
71 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Konflikt zwischen den USA und Iran durch eine verhandelte Einigung beendet werden kann. Die Erwartungen sind in Großbritannien am höchsten (77 Prozent), gefolgt von den USA (71 Prozent), Frankreich (70 Prozent), Deutschland (69 Prozent) und China (67 Prozent). Zudem wünschen 71 Prozent der globalen Investoren, dass die Golfstaaten eine Rolle bei etwaigen Vereinbarungen spielen, wobei 32 Prozent für eine direkte Teilnahme an den Verhandlungen und 39 Prozent für eine eher im Hintergrund agierende Rolle sind.
Dritan Nesho, CEO von HarrisX, hebt hervor: „Globale Investoren unterstützen ein US-Iran-Abkommen, das die Meinungen der Region berücksichtigt und eine sichere Navigation durch die Straße von Hormus ermöglicht.“ Die Mehrheit zeigt Geduld und sieht entweder fortwährende Fortschritte in den Verhandlungen oder ist optimistisch, dass ein erfolgreicher Abschluss wahrscheinlich ist.
Unterstützung der Golfbewohner für die wirtschaftlichen Perspektiven
Die Ergebnisse dieser Umfrage stimmen weitgehend mit einer separaten Umfrage aus dem Mai überein, die nationale und ansässige Bürger in den VAE, Saudi-Arabien, Katar und Bahrain befragte. Hier äußerten 90 Prozent der Befragten, dass ihr Land auf dem richtigen Weg sei, während 89 Prozent zuversichtlich in die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung blicken. Das öffentliche Vertrauen in die nationalen Volkswirtschaften lag in allen vier untersuchten Märkten über 90 Prozent.
Ranulph Murray, Leiter von Consulum Intelligence, betont: „Wenn man unsere Mai-Umfrage neben diese erhebt, zeigen zwei verschiedene Zielgruppen – globale Investoren und die eigenen Bewohner des Golfs – ähnliche Schlussfolgerungen. Diese Übereinstimmung von externem Kapital und nationaler Meinung belegt, dass das Vertrauen in den Golf strukturell gefestigt und stabil ist.“
