Dubai-Kammern veranstalten ICC-Runde, um neue Wege zur Stärkung des multilateralen Handelssystems zu erörtern.

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Dubai-Kammern veranstalten ICC-Runde, um neue Wege zur Stärkung des multilateralen Handelssystems zu erörtern.

In Zusammenarbeit mit dem World Governments Summit (WGS) 2026 haben die Dubai Chambers und die Internationale Handelskammer (ICC) eine Runde einberufen, um neue Ansätze zur Belebung des multilateralen Handelssystems zu diskutieren. Ziel war es, die globalen Handelsstrukturen zu verbessern und zukünftige Trends zu antizipieren, um internationale Handelsströme zu fördern.

Zusammenkunft führender Persönlichkeiten

Bei dieser Sitzung trafen sich 32 hochrangige Offizielle und Geschäftsführende aus dem gesamten Nahen Osten. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Einführung neuer Werkzeuge, Produkte, Dienstleistungen und Programme der ICC, die den grenzüberschreitenden Handel unterstützen und praktische politische Empfehlungen für Regierungen zur Verbesserung des Handelsflusses entwickeln sollen.

Die Teilnehmer analysierten auch Strategien zur Schaffung eines offeneren und inklusiveren globalen Handelssystems. Dies umfasst die Verbesserung des Zugangs internationaler Märkte für Unternehmen sowie die Beschleunigung der Digitalisierung im Handel. Insbesondere wurde erörtert, wie die Unternehmenscompliance mit regulatorischen Rahmenbedingungen verstärkt werden kann.

Digitale Innovation als Schlüssel

In seinen Eröffnungsworten betonte Dr. Thani bin Ahmed Al Zeyoudi, Minister für Außenhandel, die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor. „Die Stärkung des multilateralen Handelssystems erfordert konstruktive Kooperation. Durch die Annahme digitaler Innovationen und das systematische Entfernen von Handelshemmnissen können wir inklusivere und effizientere Handelswege schaffen, die nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern und transformative neue Möglichkeiten für Unternehmen im Nahen Osten ausschöpfen.“

Mohammad Ali Rashed Lootah, Präsident und CEO der Dubai Chambers, referierte über die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Kooperation mit Ländern weltweit zu intensivieren und internationale Handelspartnerschaften auszubauen. Dies sei ein wesentlicher Bestandteil der Dubai Economic Agenda (D33).

Wachstumsziele der Dubai Economic Agenda

Lootah wies darauf hin, dass die Ziele der D33 die Verdopplung des Wertes von Dubais Außenhandel auf 25,6 Billionen AED bis 2033 umfassen. Dazu gehören die Erweiterung des internationalen Handels auf 400 Städte und die Schaffung wirtschaftlicher Korridore zwischen Dubai und Afrika, Lateinamerika sowie Südostasien. Diese Korridore sollen Verbindungen aufbauen und Chancen in wachstumsstarken Sektoren wie Logistik und Finanzdienstleistungen eröffnen.

Er hob hervor, dass internationale Kooperation für die VAE und Dubai ein strategisches Werkzeug ist, das das Wachstum unterstützt und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Wirtschaft stärkt. Dies schafft ein Umfeld, in dem Unternehmen sowohl global als auch regional neue Märkte erschließen können.

Der MENA Raum als Schlüsselakteur

John W.H. Denton AO, Generalsekretär der ICC, stellte fest: „Die MENA-Region steht an der Schnittstelle des globalen Handels, der Investitionen und der Lieferketten und hat die einzigartige Gelegenheit, die zukünftige Entwicklung mitzugestalten.“ Mit ihrem wachsenden Einfluss auf den globalen Handel kann die Region als Testfeld für praktische Initiativen dienen, die WTO-Reformen unterstützen und neue Handels- und Investitionsströme freisetzen.

Der WGS dieses Jahres vereinte über 60 Staatsoberhäupter und Regierungschefs sowie mehr als 500 Minister und Vertreter aus über 150 Regierungen. Zudem fanden sich über 80 internationale und regionale Organisationen zusammen, darunter mehr als 700 CEOs großer globaler Konzerne, was zu einer Gesamtteilnehmerzahl von über 6.250 führte.

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