Einführung
Der Immobilienmarkt in Dubai zeigt eine bemerkenswerte Aktivität im Bereich der Off-Plan-Verkäufe, die weiterhin den größten Anteil an den Wohnimmobilientransaktionen ausmacht. Im ersten Quartal wurden mehr als 32.300 Off-Plan-Einheiten für insgesamt 105,5 Milliarden Dirham verkauft, was einen Anstieg von fast 35 % im Vergleich zum ersten Quartal 2025 darstellt.
Dominanz der Entwickler im Off-Plan-Segment
Die Entwickler haben den Großteil der Käufe im Off-Plan-Bereich übernommen, unterstützt durch flexible Zahlungspläne, innovative Projekte und niedrigere Einstiegspreise in apartment-fokussierten Gemeinschaften. Etwa 92 % der Off-Plan-Käufe im ersten Quartal wurden direkt von den Entwicklern getätigt, während dieser Anteil im März sogar auf 94 % anstieg, wie Cavendish Maxwell berichtet.
Bei den Käufern bleiben Apartments die beliebteste Wahl. Diese machen mehr als 80 % der Transaktionen sowohl im Off-Plan- als auch im Fertigsegment aus, was die starke Nachfrage von Endbenutzern und Investoren unterstreicht, die nach relativ günstigen Preisen und attraktiven Mieterträgen suchen. Townhouses hatten einen Anteil von 13 % an den Off-Plan-Verkäufen, Villas lagen bei 6,5 %. Im Fertigmarkt repräsentierten Townhouses 12,7 % der Verkäufe, während Villas nur 7,1 % ausmachten.
Marktentwicklung und Ausblick
Ronan Arthur, Direktor und Leiter der Wohnimmobilienbewertungen bei Cavendish Maxwell, stellte fest, dass der Markt zu Jahresbeginn auf einem soliden Fundament startete. Allerdings verändern sich die Bedingungen, was neue Herausforderungen mit sich bringen könnte. „Obwohl der Wohnimmobilienmarkt in Dubai gut gestartet ist, zeigen gemischte Zustände im ersten Quartal, einschließlich geopolitischer Spannungen und schwächerer Transaktionszahlen, dass wir uns möglicherweise in einer ausgeglicheneren Phase des Immobilienzyklus befinden“, so Arthur.
Für das zweite Quartal könnte die Transaktionsaktivität infolge regionaler Unsicherheiten, Verzögerungen bei den Registrierungen und weniger neuen Projektstarts abnehmen. „Wir erwarten, dass die Transaktionszahlen im zweiten Quartal sinken werden, da diese Faktoren die Marktaktivität beeinflussen“, fügte er hinzu. Die künftige Entwicklung wird stark davon abhängen, wie schnell sich die Bedingungen stabilisieren und wie die Nachfrage von Endbenutzern und Investoren aussieht.
Preisentwicklung und Mietsteigerungen
Im ersten Quartal erreichten die durchschnittlichen Wohnimmobilienpreise 1.683 Dirham pro Quadratfuß, was einem Anstieg von 9,6 % im Vergleich zum Vorjahr und 0,6 % im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Diese jährliche Steigerung war jedoch die langsamste seit drei Jahren und deutet auf eine gemäßigte Preisentwicklung hin. Die Mietpreise stiegen um 10,2 % im Jahresvergleich, allerdings auch langsamer als in den Vorjahren.
Etwa 149.000 Mietverträge wurden im ersten Quartal registriert, wobei 66 % der Verträge Erneuerungen waren. Die durchschnittliche Rendite für Apartmentmieten lag bei 7,2 %, während Villas und Townhouses im Durchschnitt 5 % Rendite erzielten.
Starke Nachfrage im Luxussegment
Die Nachfrage nach Luxusimmobilien bleibt stark. Hochwertige Immobilien im Preisbereich von 20 bis 50 Millionen Dirham verzeichneten 740 Transaktionen im Wert von 28,2 Milliarden Dirham, was einem Anstieg von über 25 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Ultra-Luxussegment über 50 Millionen Dirham wurden 10,2 Milliarden Dirham in 100 Transaktionen erzielt, was einen Anstieg von fast 79 % darstellt.
Trotz der Herausforderungen im breiteren Markt bleibt Dubais erstklassiges Immobiliensegment aktiv. Die Kombination aus Luxus- und Ultra-Luxus-Verkäufen betrug 38,4 Milliarden Dirham bei 840 Transaktionen, was auf das anhaltende Interesse an hochklassigen Immobilien hinweist.
