Ein Blick auf den Immobilienmarkt in Dubai: Prognosen für 2027
Die Immobilienlandschaft in Dubai steht vor einem spannenden Jahr. Trotz der beunruhigenden Auswirkungen des Iran-Kriegs erwartet Mohamed Alabbar, der Gründer von Emaar Properties, eine Stabilisierung des Marktes im Jahr 2027. Anlässlich des AIM-Kongresses in Dubai äußerte sich Alabbar optimistisch über einen bevorstehenden Anstieg des Angebots, der zu einer Balance im Immobiliensektor führen könnte.
Einfluss geopolitischer Krisen auf den Immobiliensektor
Laut Alabbar könnte der anhaltende Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel eine Korrektur im Immobiliensektor zwischen 5 und 10 Prozent nach sich ziehen. Dies ist eine außergewöhnliche Situation, die jedoch, so Alabbar, nicht ohne Hoffnung ist. Falls sich die Lage stabilisieren sollte, könnte der Markt rasch neues Leben einhauchen. Emaar, als größter börsennotierter Entwickler der Stadt, kann auf seine grundlegende Stärke zurückgreifen und bleibt von den aktuellen Unsicherheiten relativ unberührt.
Während einige Konkurrenten mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent kämpfen, hält Emaar an seiner Preisstrategie fest. Alabbar hebt hervor, dass das Unternehmen auf qualitativ hochwertige Produkte setzt, ohne Rabatte zu geben, was durch starke Cashflows und solide Rücklagen untermauert wird. Dies spricht für die Robustheit und Resilienz von Emaar im aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.
Langfristige Perspektiven und Strategien
Der Krieg hat eine der schwersten geopolitischen Krisen der letzten Jahrzehnte in der Region ausgelöst und wirkt sich negativ auf verschiedene Sektoren, wie Gastgewerbe und Tourismus, aus. Allerdings glaubt Alabbar, dass Unternehmen mit einer langfristigen Vision solche Krisen überstehen können. Er verweist auf die globalen Krisen seit den 1920er Jahren und betont, dass die meisten von ihnen relativ kurzfristig waren.
Mit einem Bauportfolio von 90.000 Einheiten in 18 Märkten zeigt Emaar keine Anzeichen der Verlangsamung. Alabbar betrachtet die derzeitige Phase als Anpassungszeit, nicht als Krise. Mit einer soliden finanziellen Basis und einer geringen Verschuldung sieht das Unternehmen die Zeit als günstig an, um zu expandieren.
Großprojekte für die Zukunft
Im Juni kündigte Emaar ein Megaprojekt im Wert von 200 Milliarden Dirham (55 Milliarden USD) in Dubai an, das Platz für nahezu 150.000 Menschen bieten soll. Der Masterplan umfasst mehr als 4,5 Millionen Quadratmeter und wird Wohngebäude, Villen, Büros sowie kommerzielle und Freizeitangebote einschließen. Alabbar ist der Überzeugung, dass solche Projekte langfristig erfolgreich sind und dass Emaar bestens auf die Zeit nach der Krise vorbereitet ist.
Er hebt hervor, dass Krisen in der Regel eine Dauer von zwei bis drei Jahren haben, und dass Dubai mit seinen attraktiven politischen Rahmenbedingungen eine der aufregendsten Städte weltweit ist. Mit der richtigen Strategie wird Emaar auch in Zukunft eine Schlüsselrolle im Immobilienmarkt von Dubai spielen.
