Eine neue Realität erhebt sich am Dubai-Horizont.

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Eine neue Realität erhebt sich am Dubai-Horizont.

BENGALURU/NEW DELHI: Der Immobilienmarkt in Dubai sieht sich geopolitischen Herausforderungen gegenüber, wobei der Iran-Konflikt zu einem Rückgang der Aktivitäten im Einsteigersegment um 40% im vergangenen Jahr geführt hat, berichten Immobilienmakler. Der Verkauf von Immobilien, die sich im Bau befinden, verzögert sich, und die Abschlüsse ziehen sich über die üblichen Zeitrahmen hinaus.

Marktanalyse und Preisverhandlungen

Die Gespräche über Preise sind um 10–15% gesunken, selbst im Segment der noch nicht gebauten Immobilien. Besonders betroffen ist die Preisspanne von 1 Millionen bis 2,5 Millionen AED, die einmal am schnellsten umschlagen konnte. Auch der Sekundärmarkt bleibt von diesen Trends nicht unberührt, da Käufer tiefere Zugeständnisse verlangen, bevor sie sich verpflichten.

Börsenmakler berichten, dass die starken Registrierungszahlen im März durch einen Rückstau an Abwicklungen aus den Monaten Dezember bis Februar verzerrt wurden. Dies verdeckt die zugrunde liegende Schwäche der aktuellen Nachfrage. Tatsächlich gingen die Verkäufe im März um bis zu 50% zurück. Ramadan gilt als saisonal schwache Zeit, und die Experten rechnen mit einer möglichen Belebung im April, vorausgesetzt, die Situation an der Front bleibt stabil.

Stabilität trotz Unsicherheit

Shivendra Singh, CEO von Nestrov Consulting, betont, dass trotz des Konflikts das Transaktionsvolumen in Dubai und Abu Dhabi nicht dramatisch gesunken sei—zumindest bisher nicht. „Der Markt bleibt stabil, wächst jedoch nicht so schnell wie im Vorjahr“, sagt Singh. Die Entwicklungen haben ernsthafte Investoren angezogen, die gezielt nach selektiven Angeboten suchen. Große Unternehmen wie DAMAC, Danube und Binghatti bieten überarbeitete Zahlungspläne, Gebührenbefreiungen und Anreize für Käufer an.

Die geopolitische Lage hat zu einer vorsichtigen Neuausrichtung unter Käufern und Entwicklern geführt. Obwohl Panikverkäufe bislang ausblieben, warnen Immobilienmakler vor einem signifikanten Anpassungsdruck in den kommenden Monaten, falls der Krieg anhält, insbesondere im Bereich der Off-Plan-Immobilien, wo Bauträger nach einer Liquiditätszufuhr suchen.

Zahlungspläne und Käuferverhalten

Marktexperte Aditya Earnest John prognostiziert, dass der Markt in eine sechs- bis neunmonatige Korrekturphase eintreten wird. Im Sekundärmarkt, insbesondere für fast übergebbare Immobilien, könnten die Preise erheblich sinken, im Bereich von 15–18 Prozent. Der Primärmarkt, der vor allem durch Off-Plan-Projekte geprägt ist, könnte eine moderatere Korrektur zwischen 9–12 Prozent erfahren, unterstützt durch die Flexibilität der Entwickler bei der Preisgestaltung und verbesserten Zahlungsstrukturen.

Viele Entwickler bieten jetzt flexible Zahlungspläne an, um Käufer zu ermutigen. Beispielsweise hat das Unternehmen Danube seine Zahlungsstruktur von 70/30 auf 60/40 geändert und bietet Anreize wie gestaffelte Rabatte an. Binghatti hat auch seine Struktur angepasst und gewährt Käufern bis zu 20% Rabatt bei vollständiger Barzahlung.

Marktentwicklung in der Zukunft

Der Immobilienmarkt in Dubai wird von unterschiedlichen Käufergruppen beeinflusst. Singh beobachtet ein starkes Interesse von indischen Käufern, die bisher abwarteten und nun Chancen in der Marktanpassung erkennen. Während die Anfragen von europäischen und russischen Käufern leicht zurückgegangen sind, bleibt das internationale Interesse breit gefächert.

Insgesamt bleibt die Meinung unter Marktexperten vorsichtig optimistisch. Die Fähigkeit Dubais, trotz vergangener Krisen wie der Finanzkrise 2008 und der COVID-19-Pandemie resilient zu bleiben, trägt zu einer langfristigen Zuversicht bei. Während sich der Markt derzeit konsolidiert, warten einige Käufer, um den richtigen Zeitpunkt für ihren Markteintritt abzuwarten. Wie lange die geopolitischen Spannungen andauern, wird letztendlich den Ton für den nächsten Zyklus bestimmen.

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