AIR, die in Dubai ansässige Firma hinter der beliebten Wasserpfeiffenmarke Al Fakher, plant trotz globaler Unsicherheiten, die durch den Konflikt im Iran verursacht werden, ihren Börsengang an der Nasdaq in den USA bereits im nächsten Monat. Das Unternehmen, offiziell bekannt als Advanced Inhalation Rituals, hat die letzten 18 Monate damit verbracht, sich auf die Fusion mit Cantor Equity Partners III, einer speziellen Akquisitionsgesellschaft (SPAC), die von der amerikanischen Finanzdienstleistungsfirma Cantor Fitzgerald unterstützt wird, vorzubereiten.
Wachstum und Herausforderungen des Unternehmens
Ein SPAC ist eine börsennotierte Gesellschaft, die eingerichtet wurde, um mit einem privaten Unternehmen zu fusionieren und es an die Börse zu bringen. Der CEO von AIR, Stuart Brazier, erläuterte in einem Interview, dass das Unternehmen im März seine zweite öffentliche F-4-Einreichung beim US-Wertpapieraufsichtsbehörde eingereicht hat. Diese Einreichung ist für nicht-US-amerikanische Unternehmen notwendig, die eine Fusion oder einen Börsengang in den USA anstreben. Wenn die Genehmigung erteilt wird, wird der Deal innerhalb von 20 Tagen den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt.
Brazier äußerte die Hoffnung, dass der Abschluss im ersten Halbjahr Mai erfolgen könnte. Die fusionierte Einheit wird voraussichtlich einen Unternehmenswert von 1,75 Milliarden Dollar besitzen. Damit zeigt sich das wachsende Potenzial der Marke Al Fakher auf dem Weltmarkt.
Die Entwicklung des globalen Wasserpfeifenmarktes
Al Fakher hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Umsatzsteigerung erlebt. Das Unternehmen verzeichnete im Jahr 2025 einen Nettoumsatz von 400 Millionen USD, ein Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg von 34 Millionen USD im Jahr 2024 auf 47 Millionen USD im Jahr 2025. Mit etwa 14 Millionen Verbrauchern weltweit ist Al Fakher eine große Spielerin auf einem Markt, der auf bis zu 20 Milliarden USD geschätzt wird.
AIR betreibt Produktionsstätten in den VAE sowie in Polen, Ägypten, Libanon, Jordanien und Irak. Obwohl die Produktion durch den Konflikt nicht beeinträchtigt wurde, erklärte Brazier, dass die Lieferketten durch die Schließung der Straße von Hormuz gestört wurden, was zu höheren Kosten führte. Um die Herausforderungen zu meistern, hat das Unternehmen einige Lieferungen auf Landrouten umgestellt und den Hafen von Jeddah genutzt.
Anpassungen und Ausblick für 2026
Trotz der aktuellen Herausforderungen zeigt sich AIR optimistisch, vor allem aufgrund des Wachstums in Märkten wie den USA, Europa und Saudi-Arabien. “Wenn ich auf das gesamte Jahr 2026 blicke, ändert sich meine Sichtweise über das, was wir erreichen können, nicht”, betonte Brazier. Die Strategie besteht darin, die gestiegenen Kosten mit den Partnern zu teilen und zugleich wo möglich Preiserhöhungen an die Verbraucher weiterzugeben, ohne die Nachfrage zu gefährden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass AIR mit Al Fakher auf einem stabilen Wachstumskurs bleibt, auch wenn der Markt von Unsicherheiten geprägt ist. In Zeiten wirtschaftlicher Anspannung neigen die Menschen dazu, auch Genussmittel wie Wasserpfeifen häufiger zu konsumieren, was möglicherweise einen zusätzlichen Schub für das Unternehmen darstellt.
