Relm-Beamter warnt: Der Umzug nach Dubai befreit nicht von MiCA-Verpflichtungen.

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Relm-Beamter warnt: Der Umzug nach Dubai befreit nicht von MiCA-Verpflichtungen.

Ein Umzug nach Dubai kann für Krypto-Unternehmen verlockend sein, birgt jedoch diverse Risiken hinsichtlich der Regulierung und des Versicherungsschutzes. Besonders nach dem Stichtag der MiCA-Vorgaben in Europa sind viele Firmen gezwungen, ihre Standorte zu überdenken. Doch eine Verlagerung des Hauptsitzes bedeutet nicht, dass alle regulatorischen Verpflichtungen verschwinden. Christian Ogden Davies, Global Head of Distribution and Innovation bei Relm, einem auf digitale Vermögenswerte spezialisierten Versicherungsträger, warnt vor häufigen Missverständnissen.

Die Komplexität der Regulierung verstehen

Viele Gründer, die nach Dubai umziehen, glauben fälschlicherweise, dass die Anwendung der MiCA-Vorschriften mit dem Erhalt einer VARA-Lizenz erlischt. Dies ist jedoch nicht der Fall: Unternehmen, die weiterhin europäische Kunden bedienen, müssen beide Regulierungen berücksichtigen. Die Annahme, dass ein einfacher Umzug die Risiken automaitsch mildert, kann zu erheblichen Versicherungslücken führen. Dazu zählen insbesondere Probleme im Bereich der Geschäftsführerhaftung, der Aufbewahrung von Vermögenswerten und des grenzüberschreitenden Versicherungsschutzes.

Häufige Versicherungsgefahren und deren Auswirkungen

Ein zentrales Problem ist, dass viele Krypto-Gründer die Notwendigkeit spezifischer Versicherungen unterschätzen. Diese sind oft nicht identisch in verschiedenen Rechtsräumen. So erfordert die VARA beispielsweise eine Berufshaftpflichtversicherung und eine D&O-Versicherung (Directors and Officers), während die MiCA andere Anforderungen an die Verwahrung und den Umgang mit Kundenvermögen stellt. Dies führt dazu, dass der Versicherungsschutz, der in einem Land gültig war, in einem anderen nicht mehr ausreicht. Firmen müssen genau prüfen, ob ihre bestehende „Krypto-Versicherung“ tatsächlich alle erforderlichen Risiken abdeckt.

Die Rolle spezialisierter Versicherungsträger

Im Golfraum ist die spezialisierte Versicherungskapazität für Krypto-Unternehmen begrenzt. Nur wenige Versicherer sind bereit, in diesem Bereich signifikante Risiken abzudecken. Dies bedeutet, dass Unternehmen, die ausreichenden Versicherungsschutz benötigen, oftmals auf internationale Märkte angewiesen sind. Es ist jedoch nicht zwangsläufig ein Mangel an Deckung zu erwarten; vielmehr besteht eine Nachfrage nach einem fundierten Verständnis der spezifischen Risiken, die Krypto-Unternehmen begleiten. Gut geführte Unternehmen, die ihre Risikoexposition klar darstellen können, stehen besser da als solche, die sich auf einen bloßen Umzug verlassen.

Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden und Versicherern

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden und Versicherern ist entscheidend, um die Lücken in der Deckung zu schließen. Regulierer können mit Versicherungsunternehmen zusammenarbeiten, um ein besseres Verständnis für die Herausforderungen zu entwickeln, mit denen Krypto-Unternehmen konfrontiert sind. Versicherung sollte nicht nur eine Pflicht sein, sondern als Werkzeug dienen, um Risiken besser zu steuern. Eine Rückversicherung durch Versicherer könnte den Regulierungsbehörden helfen, fundierte Entscheidungen über die zulässigen Geschäfte in diesem neuen und dynamischen Sektor zu treffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umzug nach Dubai für Krypto-Unternehmen vielversprechend sein kann, aber auch eine sorgfältige Analyse der regulatorischen und versicherungsrelevanten Herausforderungen erfordert. Ein gründliches Verständnis der jeweiligen Anforderungen ist unerlässlich, um langfristigen Erfolg zu sichern.

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