Rückgang des Immobilienmarktes in Dubai: Danube Group visiert 4 Milliarden Dollar an Launchs für das Geschäftsjahr 2027 an und setzt auf Selektivität.

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Rückgang des Immobilienmarktes in Dubai: Danube Group visiert 4 Milliarden Dollar an Launchs für das Geschäftsjahr 2027 an und setzt auf Selektivität.

Dubai’s Danube Group verfolgt eine strategische Zielsetzung von 4 Milliarden Dollar für Projektstarts im Geschäftsjahr 2026-27. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der Immobilienmarkt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine Phase der Korrektur durchlebt, die sowohl durch geopolitische Spannungen als auch durch steigende Baukosten bedingt ist.

Strategische Neuausrichtung im Immobilienmarkt

Die Danube Group plant, im Geschäftsjahr 2026-27 nur zwei bis drei Projekte zu starten, was einem Rückgang im Vergleich zur gewohnten Anzahl von sechs entspricht. Laut Anis Sajan, stellvertretender Vorsitzender des Unternehmens, möchte die Gruppe sicherstellen, dass bestehende Projekte substanzielle Verkaufszahlen aufweisen, bevor neue Initiativen lanciert werden. Diese selektive Herangehensweise zeigt sich als Reaktion auf die nachlassende Dynamik im Dubai-Immobilienmarkt, insbesondere seit Ausbruch der geopolitischen Spannungen.

Marktentwicklung und Käuferverhalten

Kürzlich hat Danube das Projekt “Greenz by Danube” gestartet, das über 750 Reihenhäuser und Villen umfasst. In der ersten Phase wurde bereits ein Verkaufsvolumen von etwa 1,3 Milliarden Dollar erzielt, wobei fast 40 Prozent der Einheiten verkauft wurden. Sajan hebt hervor, dass die Nachfrage, insbesondere nach Villen und Reihenhäusern, trotz des schwächeren Marktes weiterhin besteht. Langfristige Einwohner der VAE, darunter Inder, Pakistaner, Sri Lanker und Bangladescher, stellen derzeit die zentrale Käufergruppe dar. Die touristischen Ankünfte sind aufgrund von Sicherheitsbedenken gesunken, was sich negativ auf die Auslandsinvestitionen auswirkt.

Preisentwicklung und steigende Kosten

Was die Preisgestaltung betrifft, so sind die Immobilienpreise im Allgemeinen stabil geblieben. Sajan warnt jedoch vor möglichen Notverkäufen im Sekundärmarkt, wo Investoren gezwungen sein könnten, ihre Immobilien zu Rabatten von 5-10 Prozent zu verkaufen. Darüber hinaus haben höhere Frachtkosten, insbesondere aufgrund von Störungen in der Straße von Hormuz, die Kosten für Baumaterialien in die Höhe getrieben. Während Danube einen Teil dieser Erhöhungen absorbiert, könnten andere Entwickler mit Kostensteigerungen von bis zu 4 Prozent konfrontiert werden.

Ausblick und Herausforderungen

Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung erwartet die Danube Group in diesem Jahr eine Herausforderung. Während das Immobiliengeschäft im letzten Jahr um rund 20 Prozent gewachsen ist, kann das Unternehmen für dieses Jahr keine ähnlich positive Entwicklung prognostizieren. Eine Stabilität oder ein erfolgreicher Abschluss des Jahres wäre bereits ein Erfolg. Dennoch zeigt sich das Unternehmen optimistisch bezüglich des Wachstums im Bereich Baustoffe, unterstützt durch anhaltende Nachfrage und die Entscheidung, Materialien trotz höherer Kosten weiterhin zu importieren. Sajan bemerkt abschließend, dass die kommenden sechs Monate entscheidend für die Branche sein werden.

Die Danube Group positioniert sich somit in einem sich verändernden Markt, hat jedoch das Vertrauen in die langfristige Widerstandsfähigkeit Dubais.

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