Dh3.000 für Benzin, 4 Stunden auf der Straße: Warum diese RAK-Einwohner täglich nach Dubai pendeln

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Dh3.000 für Benzin, 4 Stunden auf der Straße: Warum diese RAK-Einwohner täglich nach Dubai pendeln

Einige Bewohner von Ras Al Khaimah sind es gewohnt, tagtäglich lange Strecken zurückzulegen, um Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Viele entscheiden sich, in Ras Al Khaimah zu leben, um ein ruhigeres Leben mit geringeren Lebenshaltungskosten zu führen, während sie in Dubai oder anderen Emiraten arbeiten. Trotz der Herausforderungen, wie frühmorgendlichem Aufstehen, starkem Verkehr und hohen Benzinkosten, ist dieser Lebensstil für viele eine bewusste Entscheidung.

Der tägliche Pendelweg

Die Routine von Fidah Abdul Saleem, einer 24-jährigen Architektin, beginnt jeden Werktag vor Sonnenaufgang. Um 6 Uhr morgens steht sie auf, durchläuft hastig ihre Morgenroutine und packt ihr Mittagessen sowie einen Smoothie, den ihre Mutter oder Großmutter zubereitet hat. Nach einem kurzen Abschied von ihrer Familie fährt sie auf die Emirates Road. Ihre fast 120 Kilometer lange Fahrt zur Dubai Design District beginnt um 6:45 Uhr.

Obwohl die Fahrt oft problemlos verläuft, kämpft sie häufig ab Sharjah gegen Staus. Ein Weg, der normalerweise nur wenige Minuten dauern sollte, zieht sich oft über eine halbe Stunde. Wenn vorteilhafte Parkmöglichkeiten und die Sommerhitze hinzukommen, wird die Pendelzeit zur täglichen Herausforderung. Umso wertvoller sind die Wochenenden, an denen sie sich erholen kann.

Verantwortung und Heimbindung

Fidah denkt nicht darüber nach, näher an ihrem Arbeitsplatz zu wohnen. Hohe Mieten und die Suche nach einem passenden Mitbewohner machen es schwierig. Ihr Heimatort Ras Al Khaimah ist mehr als nur ein Wohnort; es ist Teil ihrer Identität. Dieses Gefühl teilen viele Pendler, die trotz der hohen Zeitinvestitionen weiterhin in ihre Heimat zurückkehren.

Ähnlich geht es Ghaya, einer Krankenschwester, die zwei Mal pro Woche für 12-Stunden-Schichten nach Dubai pendelt. Für sie war die Arbeit in einem anderen Emirat aufgrund fehlender Möglichkeiten in Ras Al Khaimah eine Notwendigkeit. Ihr Tag beginnt um 4:30 Uhr, und sie verlässt das Haus bereits um 5 Uhr, um dem Verkehr zu entkommen. Der Arbeitsweg fordert ihren Tribut, und erst gegen 21 Uhr ist sie wieder zu Hause.

Der Preis der Zeit

Die größte Herausforderung für Pendler ist die Zeit. Der lange Arbeitsweg raubt der jungen Architektin und der Krankenschwester den Freiraum für Hobbys, Sport und wertvolle Familienmomente. Oft sehen sie Angehörige nicht einmal, wenn sie nicht vor ihnen zu Hause sind. Trotz der Erschöpfung finden beide Frauen Wege, mit der Situation umzugehen. Fidah hört während der Fahrt den Koran oder ruft Familie und Freunde an, um die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Ghaya hat sich ebenfalls an den Alltag gewöhnt. Was anfänglich überwältigend war, ist mittlerweile vertraut geworden. Die Erschöpfung bleibt, doch die Unterstützung von Kollegen und das Wissen, dass die Familie auf sie wartet, machen die Strapazen erträglicher.

Familie als Motivation

Trotz der Müdigkeit bedauern beide Frauen nicht, in Ras Al Khaimah zu leben. Die Bindung zur Familie motiviert sie, den langen Weg in die Arbeit zu gehen. Fidah betont, dass es die Rückkehr zu ihrer Familie ist, die alles wertvoll macht. Die Erleichterung auf dem Gesicht ihres Vaters und die Freude ihrer Mutter, wenn sie nach Hause kommt, sind unbezahlbar.

„Ich bin gesegnet mit einer Familie, die meine Erschöpfung versteht. Sie erwarten nicht viel von mir, wenn ich zurückkomme, sondern helfen mir, die Last des Alltags zu erleichtern.“ Inmitten der Herausforderungen fördert diese familiäre Unterstützung die Lebensqualität, auch an langen Pendeltagen.

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