VAE-Unternehmer starten die Tourismus-Super-App „My Syria“, um Reisen und digitale Zahlungen nach dem Krieg zu fördern.

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VAE-Unternehmer starten die Tourismus-Super-App „My Syria“, um Reisen und digitale Zahlungen nach dem Krieg zu fördern.

Ein ‘Super-App’, inspiriert von den VAE

Die Idee für eine neuartige App entstand für Mitbegründer Rami Kaiem während seiner fast zwanzigjährigen Zeit in Dubai. Der in Damaskus ausgebildete Computeringenieur verließ 2007 seine Heimat, um in Dubai eine Karriere im E-Commerce, in der Telekommunikation und im Gastgewerbe aufzubauen. Nun möchte er die im Emirat gesammelten Erfahrungen in sein Heimatland Syrien zurückbringen.

Inspiration aus den VAE

„Wir sind in den VAE aufgewachsen und wurden von der Führung und der Art der Dienstleistungserbringung hier inspiriert“, erklärte Kaiem. Mit der Wiedereröffnung Syriens für den Tourismus fiel ihm auf, dass es keine umfassende App gab, die Besuchern dabei helfen könnte, Hotels, Restaurants, Transportmittel und andere Dienstleitungen zu finden. „Wir möchten das Erlebnis, das wir in den VAE gesammelt haben, in Syrien umsetzen“, so Kaiem weiter. Um die Möglichkeiten zu erkunden, wie Technologie Syriens Tourismus unterstützen kann, trafen sich die Gründer mit dem Minister für Tourismus, Mazen Al-Salhani, um über die digitale Plattform „My Syria“ zu sprechen.

Die Schöpfer der App ließen sich nicht nur von den Führungsqualitäten der VAE leiten, sondern auch von den in Dubai gegründeten Technologieunternehmen. „Das Konzept der Super-App wurde von Careem inspiriert. Es begann mit Taxis und dehnte sich dann auf viele andere Services aus. Diese Erfolgsgeschichte hat ihren Ursprung in den VAE“, erklärte Kaiem. Auch der Name der App wurde durch die „MyDubai“-Kampagne beeinflusst und sollte ein Gefühl des Stolzes unter den Bewohnern hervorrufen.

Digitale Zahlungen in Syrien

Ein herausragendes Merkmal der Plattform ist das integrierte Zahlungssystem. Laut Unternehmen ist My Syria die erste App in Syrien, die grenzüberschreitende digitale Zahlungen über Apple Pay, Google Pay, Visa, Mastercard und American Express unterstützt. Dies erlaubt internationalen Besuchern, über die gewohnten Zahlungsmethoden zu bezahlen. Kaiem weist darauf hin, dass das Unternehmen alle notwendigen Genehmigungen von der syrischen Regierung erhalten hat, um die Zahlungsplattform zu betreiben. „Wir wollen, dass Syrien wieder Teil der digitalen Wirtschaft wird“, fügte er hinzu.

Traditionelle Buchungen erfordern oft einen direkten Anruf beim Hotel und die manuelle Überweisung von Geld. Mit My Syria hingegen können Reservierungen und Zahlungen vollständig in der App abgewickelt werden. „Es gab noch nie eine Plattform wie diese in Syrien“, so Kaiem, der betont, dass der traditionelle Weg der Buchung über das Telefon und die separate Überweisung von Geld veraltet ist. Die App führt zudem Hotelbewertungen und -rezensionen ein, um einen digitalen Marktplatz zu schaffen, der Dienstleistungsqualität fördert. Kunden zahlen dabei keine zusätzlichen Gebühren für die Nutzung der Plattform, da das Geschäftsmodell auf Provisionen von Dienstleistern basiert.

Tourismus beginnt sich zu erholen

Der Launch der App erfolgt in einer Zeit, in der Syriens Tourismussektor erste Anzeichen einer Erholung zeigt. Laut den Zahlen des Ministeriums für Tourismus besuchten in der ersten Jahreshälfte 2026 über 3,52 Millionen Gäste das Land, was einem Anstieg von 111 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Rückkehr internationaler Fluganbindungen unterstützt den Wiederaufbau des Sektors.

Kaiem glaubt, dass digitale Dienstleistungen mit dem steigenden Tourismus immer wichtiger werden. „Immer mehr Airlines fliegen wieder nach Damaskus, und die Zahl der Besucher wächst stetig“, sagt er. „Die Menschen wollen ihre Reisen planen, Hotels buchen, bevor sie ankommen, und alles auf einer digitalen Karte zur Verfügung haben. Das sind die Services, die wir bieten wollen.“

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