Britische Frau in Dubai wegen 19.000 £ unbezahlter Miete inhaftiert, teilt Zelle mit Mördern | Welt Nachrichten

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Britische Frau in Dubai wegen 19.000 £ unbezahlter Miete inhaftiert, teilt Zelle mit Mördern | Welt Nachrichten

Kerry Nwachukwu, eine britische Geschäftsfrau, steht vor einer dramatischen Situation in Dubai, nachdem sie wegen unbezahlter Mietschulden von fast 20.000 Pfund inhaftiert wurde. Diese Geschichte wirft ein Licht auf die Herausforderungen, denen Unternehmer in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gegenüberstehen, insbesondere in einem rechtlichen Umfeld, das sich von dem in vielen westlichen Ländern unterscheidet.

Vom Traum zur Realität: Kerry Nwachukus Umzug nach Dubai

Die 44-jährige Kerry Nwachukwu, die früher als Marketingdirektorin bei Sotheby’s tätig war, zog im August 2022 mit ihrem 25-jährigen Sohn John nach Dubai, um eine Marketingagentur zu gründen. Sie hatte große Hoffnungen, ein besseres Leben zu führen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen. Doch schon bald nach ihrem Umzug geriet Kerry in finanzielle Schwierigkeiten, die zu einer dramatischen Wende in ihrem Leben führten. Die nicht eingezogenen Kundenverträge führten zu erheblichen Mietrückständen bei zwei Vermietern, was ihre finanzielle Lage dramatisch verschlechterte.

Rechtliche Herausforderungen und Inhaftierung

Unbemerkt von Kerry wurde am 22. April 2023 ein Haftbefehl gegen sie erlassen. Nach einem Besuch im Mietbüro wurde sie in einem Einkaufszentrum festgenommen und für zwei Wochen im Bur-Dubai-Polizeirevier festgehalten, bevor sie ins Al Awir Zentralgefängnis verlegt wurde. Dort erlebte sie, wie das System stark gegen Schuldner steht. „Es ist ein Verbrechen, wenn ich die Miete nicht zahle, aber wenn Unternehmen nicht zahlen, gibt es keine rechtlichen Konsequenzen“, beklagte sie sich.

Während ihrer Inhaftierung war die Situation für Kerry äußerst belastend. Sie hatte keinen Platz zum Schlafen und musste sich mit verübten Verbrechen und gefährlichen Mitinsassen herumschlagen. Dieses traumatische Erlebnis habe sie verändert und ihr das Gefühl gegeben, in einer Horrorszene zu leben. Schließlich konnte sie auf Kaution entlassen werden, doch das wiederholte Gerichtsverfahren setzt sie weiterhin unter Druck.

Schwierigkeiten mit der Rückzahlung und die Hoffnung auf Rückkehr

Obwohl Kerry eine Rückzahlungsvereinbarung über 15 Monate abschließen konnte, wurde diese Vereinbarung bald nach ihrer Freilassung erneut angefochten. Der Richter gab ihr lediglich 15 Tage Zeit, um die Schulden zu begleichen, was ihre Ängste vor einer weiteren Inhaftierung weiter verstärkte. In der jetzigen belastenden Situation ist Kerry gezwungen, einen Online-Spendenaufruf zu starten, um ihre alltäglichen Lebenshaltungskosten und Mieten zu decken. Dies birgt jedoch das Risiko, rechtliche Konsequenzen in Dubai nach sich zu ziehen, da GoFundMe in den VAE nicht erlaubt ist.

Ein Ausblick und die Lektionen für Unternehmer

Trotz der schwierigen Umstände hofft Kerry auf eine Rückkehr nach Großbritannien. Sie erklärte, dass sie, wenn sie die Möglichkeit hätte, sofort aus Dubai fliegen würde und alles hinter sich lassen wollte. Kerry plant auch, ein Buch zu schreiben, das ihre Erfahrungen als Unternehmerin und die Herausforderungen des Lebens in Dubai dokumentiert. Sie möchte damit anderen helfen, das potenzielle Risiko und die Realität der Geschäftswelt in den VAE besser zu verstehen. Ihre Geschichte ist nicht nur ein persönliches Drama, sondern auch eine Warnung für all jene, die mit der Vorstellung spielen, in dieser glitzernden, doch oft herausfordernden Umgebung zu leben und zu arbeiten.

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