GCC-Wirtschaft wird 2026 schrumpfen und dann 2027 um 8,1 % steigen, da sich Energiewege, Tourismus und Investitionen erholen: Bericht von ICAEW-Oxford Economics

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GCC-Wirtschaft wird 2026 schrumpfen und dann 2027 um 8,1 % steigen, da sich Energiewege, Tourismus und Investitionen erholen: Bericht von ICAEW-Oxford Economics

Die Wirtschaft der VAE zeigt Widerstandsfähigkeit

Die Wirtschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bleibt trotz globaler Herausforderungen stabil und zeigt eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit. Laut einem aktuellen Bericht sind Saudi-Arabien und die VAE besser positioniert, um mit den wirtschaftlichen Störungen umzugehen. Beide Länder haben es geschafft, einen Teil ihrer Exporte über alternative Pipelines umzuleiten, was die Auswirkungen im Vergleich zu anderen GCC-Energieproduzenten verringert hat.

Widerstandsfähigkeit in Nicht-Öl-Sektoren

Die Nicht-Öl-Aktivitäten in den VAE und Saudi-Arabien haben sich als relativ stabil erwiesen. Die Umfragen des Einkaufsmanagerindex (PMI) im Mai zeigen, dass das Geschäftswachstum auf den stärksten Stand der letzten drei Monate gestiegen ist, was auf eine stärkere inländische Nachfrage hinweist. Diese Robustheit in den Nicht-Energie-Sektoren könnte jedoch durch die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb des GCC beeinträchtigt werden. Es wird erwartet, dass diese Sektoren im Jahr 2026 um 1,1 Prozent schrumpfen, bevor sie ab 2027 wieder wachsen.

Auswirkungen auf den Energiesektor

Der Energiesektor hat die schwersten unmittelbaren Auswirkungen zu spüren bekommen. Prognosen deuten darauf hin, dass die Ölproduktion im GCC im Jahr 2026 um 14,5 Prozent zurückgehen wird, was den stärksten Rückgang seit Jahrzehnten darstellt. Im Jahr 2027 wird jedoch ein Anstieg um 23,5 Prozent erwartet, wenn sich die Produktion erholt. Die durchschnittlichen Brent-Ölpreise werden für 2026 auf 90 US-Dollar pro Barrel geschätzt.

Hanadi Khalife, Regionaldirektorin MEASA bei ICAEW, erklärte, dass das Ausmaß der Störung in diesem Jahr erheblich sei und die wirtschaftlichen Daten dies klar widerspiegeln. Sie betonte jedoch auch, dass die Region sich an die Gegebenheiten angepasst hat. Die Regierungen haben schnell Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft ergriffen, alternative Handelsrouten aktiviert und die inländische Nachfrage ist besser gehalten geblieben als ursprünglich erwartet.

Tourismus erholt sich langsam

Der Reise- und Tourismussektor zählt zu den am stärksten betroffenen Bereichen. Es wird prognostiziert, dass die Zahl der Ankünfte im GCC im Jahr 2026 um etwa 30 Prozent zurückgeht. Dies könnte zu Millionen von fehlenden Besuchern und erheblichen Verlusten in der Tourismusausgaben führen. Im Gegensatz zum Energiesektor wird die Erholung im Tourismussektor voraussichtlich länger dauern, da die Reisefragestellung eng mit der Zugänglichkeit und dem Vertrauen der Besucher verbunden ist.

Dennoch gibt es Hoffnung: Die etablierte Tourismusinfrastruktur der GCC-Staaten, kontinuierliche Investitionen in Kapazitäten und nationale Tourismusstrategien bilden eine solide Grundlage für die Erholung, sobald sich die Bedingungen verbessern.

Staatliche Ausgaben bleiben stabil

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen wird erwartet, dass die Regierungen der GCC-Staaten in diesem Jahr ihre Ausgaben weiter erhöhen und in Bereiche wie Finanzdienstleistungen, Technologie und Gesundheitswesen investieren. Die meisten GCC-Länder weisen relativ moderate Schuldenstände auf, was das Risiko von Finanzierungsengpässen begrenzt.

Das Vertrauen der Investoren bleibt ebenfalls erfreulich: Bahrain hat im Juni eine überzeichnete Staatsanleihe im Wert von 1 Milliarde US-Dollar erfolgreich platziert – die erste dieser Art seit Beginn des Konflikts. Des Weiteren haben die Liquiditätsmanagementmaßnahmen der Zentralbank der VAE dazu beigetragen, den sofortigen Druck auf inländische Märkte zu verringern, und es wird erwartet, dass die Golfstaaten und staatlich verbundene Unternehmen zurück zu den internationalen Anleihemärkten kehren, sobald sich die Bedingungen stabilisieren.

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