Eid al-Adha in Dubai wird von Expats ganz unterschiedlich erlebt. Viele feiern inmitten großer Familientreffen mit köstlichen Biryani-Platten, die nie leer werden. Andere verbringen den Feiertag still, indem sie am Morgen beten, Verwandte anrufen und sich schließlich in den UAE entspannen. Für viele indische Expats schwankt das Feiern von Eid zwischen Freude und Heimweh.
Indische Expats erzählen von ihren Eid-Erlebnissen in Dubai
Es herrscht feierliche Stimmung, begleitet von einer stillen Nostalgie. Für Aslam Rafique, der seit 35 Jahren in Dubai lebt, stehen die familiären Traditionen im Vordergrund, die trotz der langen Abwesenheit nicht an Bedeutung verloren haben. „In den Tagen vor Eid besuchen wir mit Freunden die Viehmärkte, um ein Schaf für die Opferung auszuwählen“, berichtet er. Für ihn geht es dabei weniger um den Einkauf, sondern um die gemeinsame Zeit, die man vor dem Fest verbringt.
Am Morgen von Eid beginnen die Feierlichkeiten mit Gebeten und dem gegenseitigen Besuch von Verwandten. Die Häuser sind gefüllt mit köstlichem Essen, und Kinder rennen umher, während Gespräche stundenlang andauern. Diese Zusammenkünfte stärken die familiären Bindungen und schaffen unvergessliche Erinnerungen.
Die Hauptrolle spielt das Essen
Essen ist für fast jeden Expat ein zentrales Thema während Eid. Dabei geht es nicht um gehobene Restaurantbesuche, sondern um emotionale Erinnerungen an bestimmte Gerichte und deren Aromen. Imran Hussain beschreibt den Tag als endlosen Kreislauf aus Gebeten, Telefonaten und dem Verteilen von Fleisch, gefolgt von einem kulinarischen Festmahl mit Biryani und Mandi.
Ein wichtiger Aspekt von Eid al-Adha, den viele Menschen außerhalb der Kultur oft übersehen, ist das Teilen. Nach der Opferung wird ein Teil des Fleisches an Verwandte, Nachbarn und bedürftige Menschen verteilt. „Es geht darum, gemeinsam zu feiern und gleichzeitig den Bedürftigen zu helfen“, betont er. Dieses Gleichgewicht von Festlichkeit und Wohltätigkeit steht für viele muslimische Familien in den UAE im Mittelpunkt.
Staycations als neue Tradition
Nicht alle reisen während des Eid nach Hause. Tatsächlich entscheiden sich viele UAE-Bewohner ganz bewusst gegen das Fliegen. Aamir Khan, der seit 11 Jahren in Dubai lebt, verbrachte seinen Eid in Ras Al Khaimah auf Marjan Island. „Um ehrlich zu sein, die meisten machen Staycations“, sagt er. Mit attraktiven Hotelangeboten und einer längeren Urlaubszeit ziehen viele Bewohner Kurzreisen innerhalb der UAE dem internationalen Reisen vor.
Diese Zugehörigkeit zu den Urlaubszielen im eigenen Land scheint jedes Jahr zuzunehmen. Familien genießen die Zeit in Resorts, Kinder verbringen die Tage am Pool, während Erwachsene gemütliche Grillabende veranstalten. Ein entspannter Eid ohne den Stress von Reisen tut allen gut.
Heimweh während Eid
Für Mohammed Ashraf Khan, der seit 2021 in Dubai lebt, hat Eid in den UAE seinen eigenen Reiz. Die Märkte, organisierten Veranstaltungen und Aktivitäten für Kinder machen die Feier besonders lebhaft. Dennoch fühlt sich das Feiern zu Hause anders an. „Zu Hause siehst du überall Ziegen auf der Straße. Kinder kümmern sich um sie und bilden eine Verbindung zu ihnen“, erinnert er sich.
Am meisten vermissen viele Expats jedoch ihre Familien und Freunde. „Die überfüllten Häuser, der endlose Tee, die unerwarteten Besuche von Verwandten“, beschreibt er die Sehnsucht nach den Traditionen, die sie zurückgelassen haben. Ausland zu leben verändert die Bedeutung von Eid ein wenig, das Feiern bleibt, doch die Erinnerungen daran bringen oft Traurigkeit mit sich.
