Miliz im Sudan baut heimlich ein Immobilienimperium in Dubai auf

0
6
Miliz im Sudan baut heimlich ein Immobilienimperium in Dubai auf

Die Rapid Support Forces (RSF) im Sudan haben im Verborgenen ein umfangreiches Vermögensportfolio in Dubai angehäuft, das kürzlich von der investigativen Plattform Sentry ans Licht gebracht wurde. Diese paramilitärische Gruppe wird von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) unterstützt, einem Verbündeten des Vereinigten Königreichs und einem wichtigen Abnehmer von Rüstungsgütern, und hat in Sudan eine Reihe von unentschuldbaren Gräueltaten begangen.

Verborgene Verbindungen zur VAE

Der Bericht von *Sentry* deckt ein Immobilienportfolio im Wert von 24 Millionen Dollar auf, das von Führungsmitglieder der RSF sowie deren Verbündeten besessen wird. Eine Gruppe von Familienmitgliedern und sanktionierten Individuen, die mit der brutal agierenden RSF-Führung verbunden sind, besitzt über 20 Immobilien in Dubai. Diese Enthüllungen werfen ein Schlaglicht auf die engen Beziehungen zwischen der RSF und den VAE. Obwohl die VAE jede Unterstützung der RSF vehement abstreitet, zeigt die Untersuchung die aufwändigen Verbindungen zwischen der Familie Dagalo, der RSF und den VAE deutlich auf.

Die Dagalo-Familie umfasst den RSF-Kommandeur Mohammad Hamdan Dagalo Musa, besser bekannt als Hemedti, sowie seine Brüder. Diese Familie spielt eine zentrale Rolle im Machtgefüge der RSF und ist eng mit den Geschäften in Dubai verbunden.

Ein unterreportierter Konflikt

Wie bereits berichtet, sind die VAE einer der Hauptunterstützer der RSF im Konflikt mit der sudanesischen Regierung. Dabei verfolgen auch andere Länder wie die Türkei, Ägypten und Israel eigene Interessen in Sudan. Britische Militärkomponenten sind ebenfalls in RSF-Händen auf dem Schlachtfeld zu finden, typisch für eine Geschichte, in der das Vereinigte Königreich ein bedeutender Rüstungslieferant an die VAE ist.

Der Konflikt im Sudan stellt sich als ein Krieg zwischen der arabischen suprematistischen RSF und der sudanesischen Regierung dar, wobei externe Akteure beide Seiten im Rahmen ihrer eigenen Agenda unterstützen. Die Bilanz der Gewalt ist erschreckend, mit Schätzungen von mindestens 150.000 Toten und über 10 Millionen Vertriebenen.

Die Lage in den RSF-Gefängnissen

Berichte von *Al Jazeera* zeigen, dass tausende Zivilisten in RSF-Gefängnissen gefangen gehalten werden. Die NGO Sudan Doctors Network warnt vor schweren Menschenrechtsverletzungen in den Haftanstalten, darunter Folter und ethnisch motivierte Morde. Unter den Gefangenen befinden sich auch 370 Frauen und 426 Kinder, die unter grausamen Bedingungen leiden.

Das Vereinigte Königreich wird kritisiert, weil es den sudanesischen Zivilisten im Stich gelassen hat, um keine Spannungen mit den Emiratis zu riskieren. In zahlreichen Berichten wird zu beachten gegeben, dass die Entscheidungen der britischen und amerikanischen Regierungen zur Verhinderung von Hilfe und zur Unterdrückung warnender Stimmen führten, die das Blutvergießen hätten vermeiden können.

Der Konflikt im Sudan erhält nicht die gleiche mediale Aufmerksamkeit wie andere Krisen. Dies könnte die britische Regierung von der umfassenden Kritik entlasten, die ihr für ihre Rolle im Gaza-Konflikt zuteil wurde. Die Schlussfolgerung bleibt, dass das britische Engagement in dieser Krise ein Beispiel für politische Untätigkeit und ein koloniales Erbe ist, das an den Menschen im Sudan gemessen werden muss.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here