Dubai-Köche verkleinern Menüs, da der Iran-Krieg Tomatillos und Jakobsmuscheln schwerer beschaffbar macht.

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Dubai-Köche verkleinern Menüs, da der Iran-Krieg Tomatillos und Jakobsmuscheln schwerer beschaffbar macht.

Einleitung

In Dubai, wo die Gastronomie eine wichtige Rolle spielt, haben die Auswirkungen des Krieges im Iran tiefgreifende Veränderungen mit sich gebracht. Chefs und Restaurantbesitzer stehen vor der Herausforderung, ihre Speisekarten anzupassen und den Einkauf von Zutaten zu optimieren, während sich die Situation in der Region weiterentwickelt.

Lieferengpässe und Preiserhöhungen

Shaw Lash, die Köchin des mexikanischen Restaurants Lila Molino, bezieht ihre Avocados und Tomatillos aus dem Ausland, jedoch sind diese Zutaten durch den Konflikt schwerer zu beschaffen und deutlich teurer geworden. Die Schließung der Straße von Hormuz und die steigenden Treibstoffpreise für den Lufttransport erhöhen die Kosten für den Import von Lebensmitteln erheblich. Lash hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Produktion zurückzufahren und stellt auf kleinere Bestellmengen um, während sie sich auf ihre erfolgreichen Fajita-Kits konzentriert.

„Die Realität ist, dass die Frachtraten gestiegen sind und die Gaspreise ebenfalls explodiert sind. Die Straße von Hormuz ist weiterhin blockiert“, erklärt Lash. Diese Situation hat unmittelbare Auswirkungen auf ihre Geschäfte und die gesamte Gastronomie in Dubai.

Anpassungen im Restaurantbetrieb

Die Köche in Dubai reagieren auf die veränderten Bedingungen, indem sie ihre Menüs umstellen und regional verfügbare Produkte stärker in den Fokus rücken. Einige Restaurants bieten weniger Gerichte an, während die Behörden wirtschaftliche Unterstützung und Förderung für die Gastronomie in Form von Gebührenerleichterungen und Werbeaktionen für das Restaurantgeschäft bereitstellen.

Laut einer Umfrage berichten Gastronomiebetriebe in den Vereinigten Arabischen Emiraten von einem durchschnittlichen Rückgang der Nachfrage um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark betroffen sind Restaurants in touristischen und geschäftlichen Zentren, während in Wohngebieten eine gewisse Stabilität zu beobachten ist.

Herausforderungen für den Gastronomiesektor

Die Gastronomie in Dubai ist ein wichtiger Bestandteil des Tourismus, der eine Haupteinnahmequelle für die Stadt darstellt. Seit Beginn des Konflikts haben sich die Touristenzahlen verringert, was sich negativ auf die Umsätze in Luxusboutiquen und Restaurants auswirkt. Der Konflikt hat auch die Verfügbarkeit von wichtigen Ressourcen beeinflusst und die Betriebskosten für viele Restaurants stark erhöht.

Kelvin Cheung, der Chefkoch im Fusion-Restaurant Jun’s, gibt zu, dass die Suche nach alternativen Transportwegen für schwer zu beschaffende Zutaten wie frische Meeresfrüchte wirtschaftlich herausfordernd ist. „Die Kosten für Luftfracht haben sich in einigen Fällen um 70 Prozent erhöht“, erklärt er. Aufgrund dieser Situation hat er seine Menüs angepasst und nutzt verstärkt lokale Zutaten.

Ein Blick in die Zukunft

Trotz der gegenwärtigen Herausforderungen sind einige Gastronomie-Experten optimistisch, dass sich die Lage verbessern wird. Mit der Rückkehr zu einem gewissen Maß an Normalität deutet alles darauf hin, dass es einen Anstieg an Gästezahlen geben wird. „Wir sehen bereits eine positive Entwicklung in den letzten Wochen, insbesondere seit der Einhaltung des Waffenstillstands“, sagt Cheung.

Die hochwertigen Restaurants haben begonnen, attraktive Menüs zu Sonderpreisen anzubieten, um mehr Gäste anzuziehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Umstände weiter entfalten, aber die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Gastronomieszene in Dubai ist ungebrochen.

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