Inmitten geopolitischer Spannungen und der aktuellen Konflikte in Iran entschloss sich eine Amerikanerin, ihr Leben in Miami hinter sich zu lassen und nach Dubai zu ziehen. Diese Entscheidung hat sie bis heute nicht bereut.
Ein Leben in Dubai
Rikki Dimitriadis, eine amerikanische Friseurin aus New York, wagte am 1. April den Schritt nach Dubai und sprach in einem Interview über ihre positiven Erfahrungen seit der Umsiedlung. Trotz der angespannter Lage in der Region war sie nicht besorgt. Ihr ehemaliger Wohnsitz in New York während der Terroranschläge am 11. September 2001 hat ihr eine andere Perspektive gegeben und ihr Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gestärkt.
„Ich vertraue der Regierung der VAE, die Menschen zu schützen. Momentan vertraue ich ihr mehr als der amerikanischen Regierung“, bemerkte Dimitriadis. Sie beschreibt ihren Umzug als „keine schwierige Entscheidung“, da Dubai ihr ein hohes Maß an Sicherheit und eine steuerfreie Einkommenspolitik bietet. Abends alleine spazieren zu gehen oder ihre Sachen unbeaufsichtigt zu lassen, sieht sie als Teil des „Dubai-Theorems“.
Kulturelle Unterschiede zwischen Dubai und Miami
Obwohl Dubai als eine der Glamour-Metropolen bekannt ist, sieht Dimitriadis eine wesentliche Differenz zu Miami. „Dubai ist eine Mischung aus New York, Las Vegas und Miami, aber die Menschen hier haben einen anderen Respekt vor sich selbst“, erklärt sie. Während sie die sozialen Einflussnehmer in Dubai schätzt, hebt sie hervor, dass das Verhalten der Menschen hier in der Regel respektvoller ist.
Finanzielle Überlegungen spielten ebenfalls eine Rolle für ihren Umzug. Dimitriadis konnte ihre Wohnung teilweise einrichten, reisen und eine Stelle als Friseurin finden. Obwohl ihr Flug von Miami nach Dubai aufgrund einer Stornierung 32 Stunden in Anspruch nahm, war ihre Entschlossenheit ungebrochen.
Alltag in Dubai während der Krisenzeit
Nach ihrer Ankunft beschrieb sie den Flughafen Abu Dhabi als „schön“. Sie wollte wissen, was sie erwartet, als sie in den klaren Himmel über Dubai einflug. Alarmmeldungen über Raketen schreckten sie nicht ab; das alltägliche Leben in Dubai ging für viele Menschen ganz normal weiter. „Selbst als ich eine Warnung auf meinem Handy erhielt, ging ich einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Es gibt Verkehr, voll besetzte Restaurants und Geschäfte“, erzählte Dimitriadis.
Dimitriadis teilte auch eine amüsante Episode aus einem Café, wo Leute während einer Alarmierung lachten. „Diese Angst gibt es hier nicht, was ich für wichtig halte“, sagte sie. Ihr Blick auf die Region ist nicht von Furcht geprägt. „Ich sehe das als neues Kapitel meines Lebens in einem wunderschönen Ort mit tollen Menschen und bin sehr gespannt auf diesen Weg“, erklärt sie.
Eine positive Einstellung für die Zukunft
Dimitriadis möchte anderen Amerikanern nahelegen, sich nicht von Ängsten leiten zu lassen. Sie erlebte während ihres Aufenthalts in Dubai große Gastfreundschaft. Kontakte mit Einheimischen und anderen Expats halfen ihr, sich schnell einzuleben. „Als ich im Sommer hier war, waren alle so herzlich. Die Menschen wissen, dass ich umgezogen bin und haben sich um mich gekümmert“, sagte sie.
Trotz der Gefahren in der Region sieht sie sich in Dubai nicht in Gefahr. Es würde laut Dimitriadis nur sehr viel mehr brauchen, um einen Gedanken an eine Rückkehr nach Amerika zu hegen. Ihre Botschaft ist klar: Man sollte bereit sein, ein Risiko einzugehen, wenn man an einen anderen Ort glaubt.
