In den letzten Jahren haben sich Einkaufszentren in Dubai und Riyadh zu sozialen Treffpunkten entwickelt, an denen Konsumenten nicht nur shoppen, sondern auch essen, lernen und entspannen können. Die Veränderung in der Wahrnehmung des Einzelhandels ist sowohl für die Verbraucher als auch für die Einzelhändler in der Region von großer Bedeutung.
Der Wandel des Einkaufserlebnisses
Für viele Menschen im Nahen Osten, insbesondere in den VAE und Saudi-Arabien, geht es beim Einkaufen nicht mehr nur um den Kauf von Produkten. Vielmehr wird Wert auf die Erlebnisse gelegt, die während des Einkaufs geschaffen werden. Prognosen des Mastercard Economics Institute besagen, dass das Bruttoinlandsprodukt der MENA-Region im Jahr 2026 um 3,6 % wachsen wird. Insbesondere die nicht-ölexportierenden Sektoren in den VAE und Saudi-Arabien zeigen eine nahezu 5-prozentige Expansion. In diesem Umfeld sind Verbraucher zwar preissensibler, investieren jedoch zunehmend in bedeutungsvolle Momente wie Gastronomie und Unterhaltung.
Erfahrungen über Preis – Warum Erlebnisse wichtiger sind
In den VAE machen kleine und mittlere Unternehmen bereits über 37 % der Einzelhandelsausgaben aus, und der Online-Handel wächst stetig. Dies führt zu einem stark wettbewerbsorientierten Markt, in dem es notwendig ist, sich abzuheben. Betreiber von Einkaufszentren reagieren auf diese Veränderungen, indem sie wettbewerbsfähige Preise mit immersiven Erlebnissen kombinieren, um die Besucher anzuziehen. Das umfasst Attraktionen wie Erlebniszonen, thematische Bereiche und Veranstaltungen. In Dubai wird der Einzelhandelskalender 2026 durch Festivals und kulturelle Feiern bereichert, was das Image der Stadt als kulturelles und Einkaufszentrum verstärkt.
Dubai: Einkaufszentren als Erlebniswelten
In Dubai wird die Transformation hin zu Erlebnisretail evident durch große Projekte wie die Dubai Mall. Mit über 1.200 Geschäften, einem riesigen Aquarium und modernsten VR-Zonen wird das Einkaufserlebnis erheblich erweitert. Künftige Entwicklungen, wie das Dubai Expo Mall und das „Ghaf Woods Mall“, werden den Trend fortsetzen, indem sie Verkaufsflächen verstärkt in Erlebniszonen umwandeln. Auch in der preisbewussten Kategorie wird das Einkaufserlebnis in den Vordergrund gerückt. Zum Beispiel bieten Marken während des Dubai Shopping Festivals nicht nur Rabatte, sondern auch eine festliche Atmosphäre mit Live-Aufführungen und Instagram-tauglichen Kulissen.
Abu Dhabi: Kultur und Luxus als Erlebnisfaktoren
Abu Dhabi unterscheidet sich von Dubai, indem es seine kulturellen und gastgewerblichen Stärken nutzt, um ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu schaffen. Veranstaltungen wie das Shoptalk Luxury zeigen, wie Luxusmarken Kreativität, Handwerk und datenbasierte Technologien zusammenbringen. Hier wird das Einkaufen zu einem Erlebnis, das weit über den reinen Kauf hinausgeht. Das Ziel besteht darin, ein Umfeld zu schaffen, in dem Verbraucher nicht nur kaufen, sondern auch kulturelle, Kunst- und Unterhaltungselemente erleben können.
Insgesamt wird deutlich, dass die zukünftige Einzelhandelslandschaft in den VAE und Saudi-Arabien nicht nur durch Preispolitiken, sondern vor allem durch die Qualität der Erlebnisse, die geboten werden, geprägt wird. Marken und Entwickler müssen diese Veränderungen annehmen, um erfolgreich im Jahr 2026 und darüber hinaus zu operieren.
