Dubai, eines der globalen Immobilienzentren, zeigt Anzeichen von Schwäche, insbesondere in Anbetracht der anhaltenden iranischen Angriffe. Daten belegen, dass die Verkaufszahlen in der Stadt in den drei Wochen seit Kriegsbeginn um mehr als 30 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.
Rückgang der Verkaufszahlen in Dubai
In der Zeitspanne vom 28. Februar bis 22. März wurden in Dubai insgesamt 8.157 Immobilien-Transaktionen verzeichnet, was einem Rückgang von 33 % im Vergleich zu den 12.196 Transaktionen im Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz dieser Rückgänge sind die Immobilienpreise relativ stabil geblieben. Der mediane Preis pro Quadratfuß liegt bei 1.680 AED (ca. 457,45 USD), was einem Anstieg von 5,6 % entspricht. Der gesamte mediane Immobilienpreis blieb nahezu unverändert bei 1,64 Millionen AED (ca. 446.562 USD), während der Gesamtwert der Transaktionen bei 27,9 Milliarden AED (rund 7,6 Milliarden USD) lag.
Die Auswirkungen des Krieges auf den Immobilienboom Dubais
Marktanalysen zeigen, dass Dubai in den letzten Jahren von starkem ausländischen Interesse, einem steuerfreien Umfeld und Anreizen für Investitionen profitiert hat. Im Jahr 2025 wurden mehr als 200.000 Wohnimmobilien-Transaktionen im Wert von 185 Milliarden USD registriert, was Dubais Position als globalen Investitionsstandort festigte. Trotzdem sieht sich der Markt nun einem zunehmenden Druck durch die regionale Instabilität in Folge des Iran-Konflikts ausgesetzt, der am 28. Februar mit gemeinsamen US-israelischen Luftangriffen begann.
Dubai ist direkt betroffen: Raketenangriffe haben Schäden in der Nähe von Palm Jumeirah und dem Burj Al Arab verursacht. Ein früherer Angriff traf ein Luxushotel, in dem mehrere Personen verletzt wurden. Die Finanzmärkte des Landes spiegeln die Angst wider, da der Dubai Financial Market General Index in diesem Zeitraum um 17,5 % gefallen ist, während der Immobilienindex – zu dem führende Entwickler wie Emaar gehören – sogar um über 25 % gesunken ist.
Vorsichtige Stimmung im Immobilienmarkt
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die zugrunde liegende Nachfrage aufgrund von Dubais anhaltendem Reiz als globales Investitionszentrum stabil. Investoren zeigen sich jedoch vorsichtiger, da die Unsicherheit in der Region Risiken für die Zukunft birgt. Burak Ustaoglu, ein international tätiger Immobilienexperte in Dubai, erklärt, dass der Rückgang sich hauptsächlich auf die Verkaufsaktivitäten und den Immobilienindex konzentriert. Aussagen über fallende Preise spiegeln nicht die aktuellen Marktbedingungen wider.
„Derzeit befindet sich der Markt in einer Abwartephase“, erklärt Ustaoglu. „Aktuelle Bedingungen sind nicht ideal für Transaktionen. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt zum Kaufen oder Verkaufen. Wir sollten abwarten, bis sich die Situation klarer darstellt.“ Er hebt hervor, dass Dubais geschäftsorientiertes Modell, das Unternehmen anzieht, die ihre Hauptsitze verlagern, eine schnelle Erholung unterstützen könnte, sollte die Konfliktsituation beendet werden. Dennoch warnt er, dass eine anhaltende Krise zu umfangreicheren wirtschaftlichen Schäden und potenziellen Preisrückgängen, insbesondere im Sekundärmarkt, führen könnte.
